Zum Inhalt springen
Zuschlag erteilt Nur 1 Angebot Offenes Verfahren (EU-weit) · veröffentlicht am 20.02.2024

Untersuchungen zur Erfolgskontrolle von festen Prädationsschutzzäunen anhand des Bruterfolgs von Wiesenvögeln im Bereich Katinger Watt Eiderdammflächen, Beltringharder Koog und Dithmarscher Speicherkoog

Auftraggeber: Land Schleswig-Holstein vertreten durch das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein endvertreten durch die Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR · Kiel

Land Schleswig-Holstein hat den Auftrag für Dienstleistungen in Kiel am 27.03.2024 vergeben, Zuschlag an Einzelunternehmen aus Bergenhusen. Zuschlagssumme nach den Angaben der Bekanntmachung: 327.007,20 €. Eingegangen: 1 Angebote je Los.

Zuschlag an

Einzelunternehmen aus Bergenhusen

Summe
327.007,20 €
Angebote
1 je Los Nur 1 Angebot
Zuschlag
27.03.2024

Quelle: Bekanntmachung auf oeffentlichevergabe.de (CC0), veröffentlicht am 29.03.2024.

Angaben in Kürze

Aus den Feldern, ohne KI
Was
Untersuchungen zur Erfolgskontrolle von festen Prädationsschutzzäunen anhand des Bruterfolgs von Wiesenvögeln im Bereich Katinger Watt Eiderdammflächen, Beltringharder Koog und Dithmarscher Speicherkoog
Wo
Kiel, Schleswig-Holstein
Wer kann anbieten
Jedes Unternehmen, das die Anforderungen der Vergabeunterlagen erfüllt. Für KMU geeignet laut Bekanntmachung.
Laufzeit
36 Monate
Lose
4 Lose, einzeln anzubieten laut Bekanntmachung

Automatisch aus den Feldern der Bekanntmachung vom 29.03.2024, ohne KI. Maßgeblich ist die Bekanntmachung. Original lesen ↗ · Fehler melden

Leistungsumfang

Beschreibung laut Bekanntmachung

Seit einigen Jahrzehnten weisen Wiesenvogelbestände abnehmende Trends auf. Hauptursache für den Rückgang der Bestände sind grundsätzlich die umfassenden Landschaftsveränderungen im Zuge der Intensivierung der Landnutzung. Als wesentlicher demografischer Faktor wurden niedrige, nicht bestandserhaltende Reproduktionsraten identifiziert. Ursache dafür sind insbesondere zunehmende Verluste von Eiern und Küken durch Bodenprädatoren. Daher werden bereits seit längerem mobile aber auch feste Elektro-Zäune als Managementmaßnahme eingesetzt, um den Schlupferfolg von Bodenbrütern wie z. B. Kiebitzen, Brachvögeln und Uferschnepfen zu erhöhen. In den letzten drei Jahren (2021 bis 2023) wurden in drei verschiedenen Gebieten – Beltringharder Koog, Katinger Watt, Dithmarscher Speicherkoog-Nord – auf landeseigenen Flächen feste Prädationsschutzzäune errichtet. Ziel dieser Maßnahmen ist es, in den …

Ganze Beschreibung lesen

Seit einigen Jahrzehnten weisen Wiesenvogelbestände abnehmende Trends auf. Hauptursache für den Rückgang der Bestände sind grundsätzlich die umfassenden Landschaftsveränderungen im Zuge der Intensivierung der Landnutzung. Als wesentlicher demografischer Faktor wurden niedrige, nicht bestandserhaltende Reproduktionsraten identifiziert. Ursache dafür sind insbesondere zunehmende Verluste von Eiern und Küken durch Bodenprädatoren. Daher werden bereits seit längerem mobile aber auch feste Elektro-Zäune als Managementmaßnahme eingesetzt, um den Schlupferfolg von Bodenbrütern wie z. B. Kiebitzen, Brachvögeln und Uferschnepfen zu erhöhen. In den letzten drei Jahren (2021 bis 2023) wurden in drei verschiedenen Gebieten – Beltringharder Koog, Katinger Watt, Dithmarscher Speicherkoog-Nord – auf landeseigenen Flächen feste Prädationsschutzzäune errichtet. Ziel dieser Maßnahmen ist es, in den Gebieten, die aufgrund der dort vorkommenden national bedeutenden Brutvogelbestände als EU-Vogelschutzgebiete ausgewiesen sind, den Bruterfolg der Arten durch Reduktion der Prädation zu erhöhen. Auch wenn der grundsätzliche Nutzen von Prädationsschutzzäunen zum Schutz vor Bodenprädatoren vielfach dokumentiert und insbesondere ein positiver Effekt auf den Schlupferfolg von Wiesenvögeln belegt ist, sind bisher Untersuchungen zum Bruterfolg aufgrund des deutlich höheren Aufwands der Untersuchungen überwiegend ausgeblieben. In Zusammenhang gerade mit festen Prädationsschutzzäunen wird jedoch häufig angeführt, dass diese lediglich die bodengebundene Prädation durch größere Beutegreifer wie Fuchs und Marderhund unterbinden, eine Prädation durch kleinere Arten wie Steinmarder, Hermelin oder Wanderratten sowie die Prädation aus der Luft durch Möwen oder Greifvögel jedoch nicht verhindert wird, so dass sich durch einen Zaun eine Verschiebung der Hauptprädatoren einstellen könnte. Dies könnte mittel- bis langfristig die anfänglichen positiven Effekte von festen Prädationsschutzzäunen auf den Schlupf- und Bruterfolg reduzieren. Ein weiterer Einflussfaktor, der sich auf den Bruterfolg der Arten auswirken könnte, ist die Nahrungsverfügbarkeit der innerhalb der Prädationsschutzzäune gelegenen Flächen. Hierbei ist zum einen relevant, ob die eingezäunten Flächen groß genug sind, so dass die Küken innerhalb der eingezäunten Bereiche ausreichend Nahrung (hauptsächlich Insekten) finden können. Dabei ist auch die Habitatqualität bzw. die Insektenverfügbarkeit von entscheidender Bedeutung. Bieten die eingezäunten Bereiche keine ausreichende Nahrungsverfügbarkeit, müssen die Küken von den Elterntieren ggf. aus dem Zaun geführt werden, wobei die Passierbarkeit des Zauns Relevanz entfaltet. Zum anderen ist davon auszugehen, dass sich durch Verlassen des Zauns die Prädationswahrscheinlichkeit für die Küken erhöht. Eine reduzierte Nahrungsverfügbarkeit kann zudem dazu führen, dass Elterntiere mehr Zeit für die Nahrungssuche aufwenden müssen und Küken mehr Zeit benötigen, um flügge zu werden und sich somit das Risiko der Prädation insgesamt erhöht. Um beurteilen zu können, ob feste Prädationsschutzzäune angesichts der relativ hohen Errichtungs- und Instandhaltungskosten eine geeignete Maßnahme darstellen, um den internationalen Verpflichtungen zur Erhaltung der Populationen der Wiesenvögel nachzukommen, sind daher entsprechende Erfolgskontrollen erforderlich. Im Rahmen des hier ausgeschriebenen Projektes soll in den drei verschiedenen Projektgebieten untersucht werden, welchen Effekt der installierte feste Prädationsschutzzaun auf den Schlupf- sowie auf den Bruterfolg von Kiebitz und Uferschnepfe hat. Hierbei sollen zusätzlich die Nahrungsverfügbarkeit für Küken (Insekten) sowie die Dauer bis zum flügge werden untersucht werden.

4 Lose

LosBezeichnung laut BekanntmachungZuschlag
1 Los_1_Beltringharder Koog Einzelunternehmen aus Bergenhusen
2 Los_2_Eiderdammflaechen Einzelunternehmen aus Bergenhusen
3 Los_3_Dithmarscher_Speicherkoog_Nord Einzelunternehmen aus Bergenhusen
4 Los_4_Uebergeordnete_Projektkoordination Einzelunternehmen aus Bergenhusen

Erfüllungsort

Ort
nicht angegeben
Kreis
Kiel
NUTS
DEF02

Verlauf

  1. 20.02.2024 Ausschreibung veröffentlicht
  2. 29.03.2024 Ergebnis veröffentlicht

Häufige Fragen

Wer hat den Auftrag bekommen?

Den Zuschlag hat Einzelunternehmen aus Bergenhusen erhalten, Summe 327.007,20 €.

Quellen Bekanntmachung auf oeffentlichevergabe.de ↗ Daten: Bekanntmachungsservice, Lizenz CC0. Namen und persönliche Kontaktdaten von Ansprechpersonen entfernen wir automatisch. Ist uns etwas entgangen? Fehler melden

Weitere Zuschläge dieses Auftraggebers

Von hier aus weiter