Zum Inhalt springen
Zuschlag erteilt Offenes Verfahren (EU-weit) · veröffentlicht am 16.03.2022

Stadt gestalten mit Narrativen. Narrative Strategien in Planungsprozessen auf Quartiers-, Stadt- und Regionsebene

Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung · Bonn

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat den Auftrag für Forschung und Studien in Bonn am 29.07.2022 vergeben, Zuschlag an inter 3 GmbH Institut für Ressourcenmanagement. Zuschlagssumme nach den Angaben der Bekanntmachung: 201.312,50 €. Eingegangen: 5 Angebote.

Summe
201.312,50 €
Angebote
5
Zuschlag
29.07.2022

Quelle: Bekanntmachung auf TED (© Europäische Union), veröffentlicht am 17.10.2022.

Angaben in Kürze

Aus den Feldern, ohne KI
Was
Forschung und Studien: Stadt gestalten mit Narrativen. Narrative Strategien in Planungsprozessen auf Quartiers-, Stadt- und Regionsebene
Wo
Bonn, Nordrhein-Westfalen
Wer kann anbieten
Jedes Unternehmen, das die Anforderungen der Vergabeunterlagen erfüllt.
Laufzeit
01.07.2022 bis 30.08.2024

Automatisch aus den Feldern der Bekanntmachung vom 17.10.2022, ohne KI. Die Branche ordnen wir selbst zu. Maßgeblich ist die Bekanntmachung. Original lesen ↗ · Fehler melden

Leistungsumfang

Beschreibung laut Bekanntmachung

Narrative von Stadtentwicklung und städtischem Leben bilden als gesellschaftlich legitimierte Deutungsmuster die Grundlage für das Handeln auf allen Ebenen der Stadtentwicklungspolitik. „Narrative bieten Orientierung und helfen bei der Einordung komplexer Situationen und Ereignisse. Das trifft insbesondere dort zu, wo es Konflikte zu lösen gilt und gemeinsam Erlebtes auf unterschiedlichste Weise gedeutet werden kann“ (neues handeln 2022). Im stetigen Fluss gesellschaftlicher Kommunikation entstehen und verfestigen sich Narrative, die über lange Zeit stabil sein können, aber zugleich immer auch in einem stetigen Wandel begriffen sind. Neue Narrative bilden sich aufgrund veränderter gesellschaftlicher Situationen, Relevanzen und Wertvorstellungen und konkurrieren um die Deutungshoheit. Für planerisches Handeln bilden programmatische Narrative, wie z.B. die städtebauliche Ordnung, das …

Ganze Beschreibung lesen

Narrative von Stadtentwicklung und städtischem Leben bilden als gesellschaftlich legitimierte Deutungsmuster die Grundlage für das Handeln auf allen Ebenen der Stadtentwicklungspolitik. „Narrative bieten Orientierung und helfen bei der Einordung komplexer Situationen und Ereignisse. Das trifft insbesondere dort zu, wo es Konflikte zu lösen gilt und gemeinsam Erlebtes auf unterschiedlichste Weise gedeutet werden kann“ (neues handeln 2022). Im stetigen Fluss gesellschaftlicher Kommunikation entstehen und verfestigen sich Narrative, die über lange Zeit stabil sein können, aber zugleich immer auch in einem stetigen Wandel begriffen sind. Neue Narrative bilden sich aufgrund veränderter gesellschaftlicher Situationen, Relevanzen und Wertvorstellungen und konkurrieren um die Deutungshoheit. Für planerisches Handeln bilden programmatische Narrative, wie z.B. die städtebauliche Ordnung, das Gemeinwohl oder die gleichwertigen Lebensbedingungen einen entscheidenden Rahmen in allen Phasen der Stadt- und Regionalentwicklung, von der Problemdefinition über die Zielformulierung und die Wahl der Umsetzungsinstrumente bis hin zur Bewertung von Erfolg oder Misserfolg. Sie sind deshalb auch für den Bund und die Ausrichtung der Stadtentwicklungspolitik von großer Bedeutung. Um die Wirkmächtigkeit von Narrativen zu ergründen wurden in der Sondierungsstudie (neues handeln 2022) Narrative auf drei verschiedenen Ebenen untersucht: der programmatischen, der planungspraktischen und der stadtöffentlichen. Dabei standen insbesondere die Wechselwirkungen und Abhängigkeiten zwischen programmatischen Narrativen (Nationaler Aktionsplan Integration, Neue Leipzig-Charta, …) und den Narrativen einer lokalen oder regionalen Planungspraxis im Fokus. In der nun anstehenden Praxisstudie soll dagegen untersucht werden, ob und inwiefern ein bewusst erzählender Umgang mit Stadtentwicklungsaufgaben zu veränderten Problemdefinitionen, sozialen Zugängen und Lösungsmöglichkeiten führen kann. Im Fokus stehen dabei solche Strategien, die zu einer stärkeren Koproduktion in der Stadtentwicklung im Sinne der Neuen Leipzig-Charta beitragen. Insbesondere sollen folgende Forschungsfragen beantwortet werden: - Welche narrativen Methoden und Strategien zur Entwicklung gemeinsamer Erzählungen (Narrative) werden in Prozessen der Quartiers-, Stadt- und Regionalentwicklung angewendet? - Wie lassen sich mit narrativen Methoden gemeinsame Leitbilder und Zielvorstellungen in Planungsprozessen kollaborativ entwickeln? - Wie ist das Verhältnis zwischen alltäglichen Geschichten der Bürgerinnen und Bürger und den Erzählungen der Planungspraxis? - Können mit bewusst eingesetzten narrativen Methoden andere Zielgruppen in Prozesse der Stadtentwicklung einbezogen werden als mit traditioneller planungsbezogener Kommunikation? - Welche Wirkung entfaltet eine kollaborative, narrative Erarbeitung gemeinsamer Leitbilder und Zielvorstellungen auf die Aushandlungs- und Planungsprozesse zwischen Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltungen und Wirtschaft auf lokaler und regionaler Ebene? - Welche Empfehlungen lassen sich aus den Ergebnissen für die zielgerichtete Berücksichtigung von Narrativen in Prozessen der Stadtentwicklung formulieren? Hierzu sollen in einer über Deutschland hinausgehenden internationalen Recherche zunächst ca. 30 Praxisbeispiele hinsichtlich ihrer narrativen Methoden und Strategien in den Handlungsfeldern Migration/Integration/Teilhabe und Klimaschutz erfasst, Entwicklungsprozesse hinsichtlich beteiligter Akteure und eingesetzter narrativer Instrumente analysiert, strukturiert und typisiert werden. Einzelne besonders interessante, innovative oder kreative Vorhaben sollen in differenzierten Fallstudien analysiert, auf ihre mögliche Übertragbarkeit hin geprüft und für die Planungspraxis aufbereitet werden. Die Analyseergebnisse sollen im Hinblick auf ihre Einsatz-möglichkeiten in der Praxis auf einer Abschlussveranstaltung diskutiert und dann zusammenfassend publiziert werden.

Erfüllungsort

Ort
nicht angegeben
Kreis
Bonn
NUTS
DEA22

Verlauf

  1. 16.03.2022 Ausschreibung veröffentlicht
  2. 17.10.2022 Ergebnis veröffentlicht

Häufige Fragen

Wer hat den Auftrag bekommen?

Den Zuschlag hat inter 3 GmbH Institut für Ressourcenmanagement erhalten, Summe 201.312,50 €.

Quellen Bekanntmachung auf TED ↗ Daten: TED – Tenders Electronic Daily, © Europäische Union, Weiterverwendung mit Quellenangabe. Namen und persönliche Kontaktdaten von Ansprechpersonen entfernen wir automatisch. Ist uns etwas entgangen? Fehler melden

Ähnliche offene Ausschreibungen

Endet bald Dekarbonisierte Wertschöpfungsketten
Zukunft - Umwelt - Gesellschaft gGmbH
10.11.2026 noch 6 Tage
nicht angegeben Wert, geschätzt
Bonn Nordrhein-Westfalen
Endet bald Verkehrsbedingte Ammoniak-Konzentrationen an Bundesfernstraßen
Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen, Referat Z2
10.11.2026 noch 6 Tage
nicht angegeben Wert, geschätzt
Rheinisch-Bergischer Kreis Nordrhein-Westfalen
Endet bald Digitalisierung der LSA - Leitfaden zur Erstellung und Pflege von MAPEM und SPATEM für kooperative LSA (C-ITS)
Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen, Referat Z2
10.11.2026 noch 6 Tage
nicht angegeben Wert, geschätzt
Rheinisch-Bergischer Kreis Nordrhein-Westfalen

Weitere Zuschläge dieses Auftraggebers

Von hier aus weiter