Fortsetzung des Nahrungsnetzprojektes in den Küstengewässern Schleswig-Holsteins Nordsee
Auftraggeber: Land Schleswig-Holstein vertreten durch den Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein endvertreten durch die Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR · Husum
Land Schleswig-Holstein hat den Auftrag für Forschung und Studien im Kreis Nordfriesland am 31.07.2024 vergeben, Zuschlag an Einzelunternehmen aus Wilhelmshaven. Zuschlagssumme nach den Angaben der Bekanntmachung: 587.511,10 €. Eingegangen: 1 Angebot.
Originaltitel FishNet 2 - Fortsetzung des Nahrungsnetzprojektes in den Küstengewässern Schleswig-Holsteins Nordsee
Einzelunternehmen aus Wilhelmshaven
- Summe
- 587.511,10 €
- Angebote
- 1 Nur 1 Angebot
- Zuschlag
- 31.07.2024
Quelle: Bekanntmachung auf oeffentlichevergabe.de (CC0), veröffentlicht am 04.08.2024.
Angaben in Kürze
Aus den Feldern, ohne KI- Was
- Forschung und Studien: Fortsetzung des Nahrungsnetzprojektes in den Küstengewässern Schleswig-Holsteins Nordsee
- Wo
- Kreis Nordfriesland, Schleswig-Holstein
- Wer kann anbieten
- Jedes Unternehmen, das die Anforderungen der Vergabeunterlagen erfüllt. Für KMU geeignet laut Bekanntmachung.
- Laufzeit
- 19.08.2024 bis 31.05.2029
Automatisch aus den Feldern der Bekanntmachung vom 04.08.2024, ohne KI. Die Branche ordnen wir selbst zu. Maßgeblich ist die Bekanntmachung. Original lesen ↗ · Fehler melden
Leistungsumfang
Beschreibung laut BekanntmachungNahrungsnetze stellen umfassend die trophischen Wechselwirkungen und den Energietransfer zwischen den trophischen Ebenen in einem Ökosystem dar. Sie beschreiben die Funktionsweise von Ökosystemen und verbinden das pelagische und benthische Ökosystem bis hin zu den Spitzenprädatoren. Umweltbelastungen und anthropogene Einflüsse können einzelne Bestandteile im Nahrungsnetz beeinträchtigen und Kettenreaktionen auf ökosystemarer Ebene hervorrufen. Laut aktueller MSRL-Zustandsbewertung ist es immer noch nicht möglich, den Zustand der Nahrungsnetze und Ökosysteme in den deutschen Gewässern der Nord- und Ostsee quantitativ zu bewerten (MSRL-Zustandsbewertung 2024, https://mitglieder.meeresschutz.info). Eine erste Pilotbewertung des Nahrungsnetzes im Küstenmeer Schleswig-Holstein konnte mittels Ökologischer Netzwerkanalyse (ENA; OSPAR Indikator FW9) im Rahmen des OSPAR Quality Status Reports …
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Nahrungsnetze stellen umfassend die trophischen Wechselwirkungen und den Energietransfer zwischen den trophischen Ebenen in einem Ökosystem dar. Sie beschreiben die Funktionsweise von Ökosystemen und verbinden das pelagische und benthische Ökosystem bis hin zu den Spitzenprädatoren. Umweltbelastungen und anthropogene Einflüsse können einzelne Bestandteile im Nahrungsnetz beeinträchtigen und Kettenreaktionen auf ökosystemarer Ebene hervorrufen. Laut aktueller MSRL-Zustandsbewertung ist es immer noch nicht möglich, den Zustand der Nahrungsnetze und Ökosysteme in den deutschen Gewässern der Nord- und Ostsee quantitativ zu bewerten (MSRL-Zustandsbewertung 2024, https://mitglieder.meeresschutz.info). Eine erste Pilotbewertung des Nahrungsnetzes im Küstenmeer Schleswig-Holstein konnte mittels Ökologischer Netzwerkanalyse (ENA; OSPAR Indikator FW9) im Rahmen des OSPAR Quality Status Reports 2023 durchgeführt werden (Schückel et al., 2022). Aus den Bewertungsergebnissen einzelner Ökosystemkomponenten wird ersichtlich, dass wichtige Komponenten und trophische Gilden des Nahrungsnetzes einen schlechten Zustand, Zustandsverschlechterungen durch anthropogene Belastungen oder unklare Trends anzeigen. So nahm beispielsweise die Biomasse benthivorer Fischarten in der südlichen Nordsee zu, während die Biomasse planktivorer Fischarten in der nordwestlichen Nordsee einen Rückgang verzeichneten (Thomson, 2022). Mit der vorliegenden Fortsetzung des Nahrungsnetzprojektes „FishNet Nordsee“ sollen Nahrungsnetzmodelle mittels Ökologischer Netzwerkanalyse (ENA, OSPAR Indikator FW9) für die Nordsee hinsichtlich ihrer Struktur und trophischen Interaktionen verbessert und der OSPAR Nahrungsnetzindikator FW4 (Mean Trophic Level) auf seine Anwendbarkeit als Bewertungsinstrument für Deskriptor D4 (Nahrungsnetze) auf die Küstengewässer Schleswig-Holsteins gemäß Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) noch datengestützter getestet werden. Weiterhin bestehende Datenlücken (Meiofauna, Zooplankton) und Unsicherheiten der Nahrungsnetzmodelle sollen geschlossen werden, um eine quantitative Bewertung möglich zu machen. Zudem sollen wandernde und seltene Fischarten (Haie, Rochen) integriert werden. Darüber hinaus ist in der nächsten Projektphase von FishNet Nordsee eine engere Zusammenarbeit mit dem Schwesterprojekt FishNet Ostsee geplant. Gemeinsames Ziel soll es sein die beiden Meeresgebiete hinsichtlich des Auftretens von Schlüsselarten (coastal fish key species/groups) in den jeweiligen Habitaten zu vergleichen, zu untersuchen ob die gleichen Arten/funktionellen Gruppen die beiden Meeresgebiete charakterisieren und zu prüfen ob sich daraus Biodiversitäts (Deskriptor 1) - und Nahrungsnetzindikatoren (Deskriptor 4) auf beide Meeresgebieten gemeinsam anwenden lassen. Guidelines (OSPAR CEMP Guideline) und Empfehlungen für ein zukünftiges Küstenfisch- und Nahrungsnetzmonitoring sollen hieraus erarbeitet werden.
Erfüllungsort
- Ort
- nicht angegeben
- Kreis
- Kreis Nordfriesland (Sitz des Auftraggebers, kein Ort in der Bekanntmachung)
- Bundesland
- Schleswig-Holstein
Verlauf
- 18.06.2024 Ausschreibung veröffentlicht
- 04.08.2024 Ergebnis veröffentlicht
Häufige Fragen
Wer hat den Auftrag bekommen?
Den Zuschlag hat Einzelunternehmen aus Wilhelmshaven erhalten, Summe 587.511,10 €.
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