Dissonant Heritage – Integrierte Ansätze für das unbequeme Erbe in Europa
Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung · Bonn
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung hat den Auftrag für Forschung und Studien in Bonn am 14.04.2021 vergeben, Zuschlag an Einzelunternehmen aus Berlin. Zuschlagssumme nach den Angaben der Bekanntmachung: 125.890 €. Eingegangen: 1 Angebot.
Einzelunternehmen aus Berlin
- Summe
- 125.890 €
- Angebote
- 1 Nur 1 Angebot
- Zuschlag
- 14.04.2021
Quelle: Bekanntmachung auf TED (© Europäische Union), veröffentlicht am 07.09.2021.
Angaben in Kürze
Aus den Feldern, ohne KI- Was
- Forschung und Studien: Dissonant Heritage – Integrierte Ansätze für das unbequeme Erbe in Europa
- Wo
- Bonn, Nordrhein-Westfalen
- Wer kann anbieten
- Jedes Unternehmen, das die Anforderungen der Vergabeunterlagen erfüllt.
- Laufzeit
- 01.04.2021 bis 31.07.2022
Automatisch aus den Feldern der Bekanntmachung vom 07.09.2021, ohne KI. Die Branche ordnen wir selbst zu. Maßgeblich ist die Bekanntmachung. Original lesen ↗ · Fehler melden
Leistungsumfang
Beschreibung laut BekanntmachungDas sogenannte unbequeme Erbe/ Dissonant Heritage wird oftmals auch als „unerwünschtes“ und „ungeliebtes“ Erbe oder sogar als „dunkles“ Erbe bezeichnet. NS-Bauten oder das sozialistische Bauerbe zählen ebenso wie Orte und bauliche Zeugnisse des Krieges, der Verfolgung, der Kolonialisierung oder der Propaganda zu dem unbequemen Erbe in Europa. „Unbequem“ ist hierbei nicht als eine dem Erbe immanente Eigenschaft zu betrachten, sondern ist immer vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen, politischen und historischen Verhältnisse zu verstehen. Das sogenannte unbequeme Erbe bezieht sich in diesem Zusammenhang insbesondere auf das kulturelle und baukulturelle Erbe, welches von der Gesellschaft oder gesellschaftlichen Gruppen mit unangenehmen Erinnerungen und Assoziationen negativ belegt ist und als politisch und/ oder ethisch belastet wahrgenommen wird. Die Auseinandersetzung mit diesem …
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Das sogenannte unbequeme Erbe/ Dissonant Heritage wird oftmals auch als „unerwünschtes“ und „ungeliebtes“ Erbe oder sogar als „dunkles“ Erbe bezeichnet. NS-Bauten oder das sozialistische Bauerbe zählen ebenso wie Orte und bauliche Zeugnisse des Krieges, der Verfolgung, der Kolonialisierung oder der Propaganda zu dem unbequemen Erbe in Europa. „Unbequem“ ist hierbei nicht als eine dem Erbe immanente Eigenschaft zu betrachten, sondern ist immer vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen, politischen und historischen Verhältnisse zu verstehen. Das sogenannte unbequeme Erbe bezieht sich in diesem Zusammenhang insbesondere auf das kulturelle und baukulturelle Erbe, welches von der Gesellschaft oder gesellschaftlichen Gruppen mit unangenehmen Erinnerungen und Assoziationen negativ belegt ist und als politisch und/ oder ethisch belastet wahrgenommen wird. Die Auseinandersetzung mit diesem unbequemen Erbe sowie mit den unterschiedlichen und ambivalenten Interpretationen, Bedeutungszuschreibungen und Lesarten zu diesen Orten und baulichen Zeugnissen ist im Hinblick auf die Stärkung von Demokratie und Weltoffenheit sowie für die Bewusstseinsstärkung und die Bildung in Europa von großer Bedeutung. In der Partnerschaft „Kultur und kulturelles Erbe“ der Urbanen Agenda für die EU (UAEU, Laufzeit Anfang 2019-Ende 2021, Federführung BMI zusammen mit der italienischen Nationalen Agentur für territoriale Kohäsion und Ministerium für kulturelles Erbe und kulturelle Angelegenheiten) stellt das unbequeme Erbe/ Dissonant Heritage eines der Schwerpunktthemen dar, welches in einer sogenannten Action bis Ende 2021 tiefergehender behandelt wird (s. Kapitel zu „Action Nr. 10 – Integrated approaches to Dissonant Heritage“ aus dem Action Plan der Partnerschaft „Kultur und kulturelles Erbe“; Stand: Oktober 2020). Das Ziel der Action ist es, das Bewusstsein für die Werte und die Potenziale des unbequemen Erbes – insbesondere des 20. Jahrhunderts und in kleineren Städten und peripheren Räumen – in Europa zu stärken. In dem hier ausgeschriebenen ExWoSt-Forschungsvorhaben soll daher untersucht werden, wie mit integrierten Ansätzen Potenziale des unbequemen Erbes für die (Stadt-)Gesellschaft, die Stadt- und Regionalwicklung sowie den (Kultur-)Tourismus entwickelt und nutzbar gemacht werden können. Das Ziel des Forschungsvorhabens ist es dabei, Herangehensweisen, Strategien und Lösungswege im Umgang mit dem unbequemen Erbe und dessen zukunftsfähiger Entwicklung sowie Nutzung in unterschiedlichen (sozial-)räumlichen Kontexten und europäischen Ländern herauszuarbeiten und aufzuzeigen.
Erfüllungsort
- Ort
- nicht angegeben
- Kreis
- Bonn
- Bundesland
- Nordrhein-Westfalen
- NUTS
- DEA22
Verlauf
- 24.02.2021 Ausschreibung veröffentlicht
- 07.09.2021 Ergebnis veröffentlicht
Häufige Fragen
Wer hat den Auftrag bekommen?
Den Zuschlag hat Einzelunternehmen aus Berlin erhalten, Summe 125.890 €.
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