Verhalten von Radfahrenden in komplexen Interaktionen auf Landstraßen
Auftraggeber: Bundesanstalt für Straßenwesen · Bergisch Gladbach
Bundesanstalt für Straßenwesen hat den Auftrag für Forschung und Studien im Rheinisch-Bergischer Kreis vergeben (Bekanntmachung vom 17.07.2026), Zuschlag an Würzburger Institut für Verkehrswissenschaften GmbH. Zuschlagssumme nach den Angaben der Bekanntmachung: 251.811,20 €. Eingegangen: 1 Angebot.
Würzburger Institut für Verkehrswissenschaften GmbH Veitshöchheim
- Summe
- 251.811,20 €
- Angebote
- 1 Nur 1 Angebot
- Zuschlag
- 17.07.2026
Quelle: Bekanntmachung auf oeffentlichevergabe.de (CC0), veröffentlicht am 17.07.2026.
Angaben in Kürze
Aus den Feldern, ohne KI- Was
- Forschung und Studien: Verhalten von Radfahrenden in komplexen Interaktionen auf Landstraßen
- Wo
- Rheinisch-Bergischer Kreis, Nordrhein-Westfalen
- Wer kann anbieten
- Der Auftraggeber verhandelt direkt mit ausgewählten Unternehmen.
Automatisch aus den Feldern der Bekanntmachung vom 17.07.2026, ohne KI. Die Branche ordnen wir selbst zu. Maßgeblich ist die Bekanntmachung. Original lesen ↗ · Fehler melden
Leistungsumfang
Beschreibung laut BekanntmachungAusgangslage: Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 445 Radfahrende im Straßenverkehr getötet – Tendenz steigend. Rund 40 Prozent dieser tödlichen Unfälle ereigneten sich auf Landstraßen. Vorangegangene Studien zeigen, dass insbesondere Abbiege- sowie Einbiege-/Kreuzen-Unfälle außerorts häufig auftreten und eine hohe Schwere aufweisen. Ebenso steigt die Anzahl schwerer Unfälle mit Pedelecs. Darüber hinaus wird die Anzahl und Länge von Radschnellwegen im Außerortsbereich zukünftig weiter ansteigen und zu einer höheren Verkehrsleistung im Radverkehr führen. Diese darf nicht vermehrt mit Konflikten an Knotenpunkten einhergehen. Bisher ist unzureichend untersucht, welche fehlerhaften Verhaltensweisen im Zusammenspiel mit der Infrastruktur zu diesen Unfällen führen. Ziel und Nutzen: Ziel des Forschungsvorhabens ist es, vertiefende Informationen zu Interaktionen in unfallträchtigen Situationen …
Ganze Beschreibung lesen
Ausgangslage: Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 445 Radfahrende im Straßenverkehr getötet – Tendenz steigend. Rund 40 Prozent dieser tödlichen Unfälle ereigneten sich auf Landstraßen. Vorangegangene Studien zeigen, dass insbesondere Abbiege- sowie Einbiege-/Kreuzen-Unfälle außerorts häufig auftreten und eine hohe Schwere aufweisen. Ebenso steigt die Anzahl schwerer Unfälle mit Pedelecs. Darüber hinaus wird die Anzahl und Länge von Radschnellwegen im Außerortsbereich zukünftig weiter ansteigen und zu einer höheren Verkehrsleistung im Radverkehr führen. Diese darf nicht vermehrt mit Konflikten an Knotenpunkten einhergehen. Bisher ist unzureichend untersucht, welche fehlerhaften Verhaltensweisen im Zusammenspiel mit der Infrastruktur zu diesen Unfällen führen. Ziel und Nutzen: Ziel des Forschungsvorhabens ist es, vertiefende Informationen zu Interaktionen in unfallträchtigen Situationen an Knotenpunkten und beim Queren der Fahrbahn durch Radfahrende außerorts zu gewinnen. Auf dieser Basis sollen konkrete Handlungsempfehlungen zur Reduktion von Unfallzahlen entwickelt und in nationale Regelwerke integriert werden. Im Projekt wird eine kombinierte Kfz- und Fahrradsimulatorstudie durchgeführt, um mikroanalytisch das Erleben und Verhalten beider Verkehrsteilnehmendengruppen in kritischen Interaktionen zu untersuchen. Hierzu werden der Fahr- und Fahrradsimulator der BASt zu einem Multi-Mode-Simulator vernetzt. Neben verkehrstechnischen Aspekten werden individuelle Einflussfaktoren wie Persönlichkeit, Einstellungen und soziodemografische Merkmale berücksichtigt. Die gewonnenen Daten schaffen eine belastbare Basis zur Modellierung kritischer Interaktionsmuster zwischen Rad- und Kfz-Fahrenden auf Landstraßen. Durch gezielte Variation in der Simulation können konkrete Empfehlungen zur Gestaltung von Knotenpunkten oder Überleitungsstellen abgeleitet werden, insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Bevorrechtigung des Radverkehrs in den Regelwerken. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit und Attraktivität des Radverkehrs auf Landstraßen und unterstützt die Ziele des Verkehrssicherheitsprogramms des Bundes.
Erfüllungsort
- Ort
- nicht angegeben
- Bundesland
- Nordrhein-Westfalen
- NUTS
- DEA2B
Verlauf
- 17.07.2026 Ergebnis veröffentlicht
Häufige Fragen
Wer hat den Auftrag bekommen?
Den Zuschlag hat Würzburger Institut für Verkehrswissenschaften GmbH erhalten, Summe 251.811,20 €.
Ähnliche offene Ausschreibungen
Weitere Zuschläge dieses Auftraggebers
- FE 77.0706/2024/ Führung des Radverkehrs auf kurzen OrtsdurchfahrtenZuschlag 24.02.2026 an Bergische Universität Wuppertal · 10 Angebote
- Realisierung und Demonstration ausgewählter Module des Digitalen Zwillings Brücke Kurztitel: KI-basierte Digitalisierung von BestandsbrückenZuschlag 30.01.2026 an Einzelunternehmen aus Aachen · 7 Angebote
- „Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen und Aufbau von Ökokonten mit Hilfe der Flurbereinigung, Landmanagement und Bodenordnung“Zuschlag 19.12.2025 an Öko-Institut Consult GmbH · 3 Angebote
- „Dimensionierung der durchgehend bewehrten Betonfahrbahndecke für die Anwendung in Deutschland“Zuschlag 15.12.2025 an Ruhr-Universität Bochum · 3 Angebote
- "Machbarkeitsstudie Neues Mobilitätspanel – Konzeption einer neuen Erhebung"Zuschlag 15.12.2025 an Karlsruher Institut für Technologie (Rechtsform KöR)
- Erhöhung der Dauerhaftigkeit von Grindingtexturen durch Applikation festigkeitssteigernder anorganischer Produkte im NeubauZuschlag 09.12.2025 an OAT green tech solutions GmbH · 1 Angebot