Risikominderung beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln: Höhere Unsicherheiten durch die Kombination mehrere Maßnahmen? Eine statistische Analyse.
Auftraggeber: Umweltbundesamt, Referat Z 1.5, Zentrale Vergabestelle · Dessau-Roßlau
Umweltbundesamt, Referat Z 1.5, Zentrale Vergabestelle hat einen Auftrag für „Risikominderung beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln: Höhere Unsicherheiten durch die Kombination mehrere Maßnahmen? Eine statistische Analyse.“ in Dessau-Roßlau ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endete am 24.06.2024. Bisher kein Ergebnis gefunden.
Wir haben bisher kein Ergebnis zu diesem Verfahren gefunden. Bei nationalen Verfahren wird es oft gar nicht oder ohne Bezug zur Ausschreibung veröffentlicht. Auskunft gibt die Vergabestelle.
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Angaben in Kürze
Aus den Feldern, ohne KI- Was
- Risikominderung beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln: Höhere Unsicherheiten durch die Kombination mehrere Maßnahmen? Eine statistische Analyse.
- Wo
- Dessau-Roßlau, Sachsen-Anhalt
- Bis wann
- Angebotsfrist 24.06.2024, 14:00 Uhr
- Wer kann anbieten
- Jedes Unternehmen, das die Anforderungen der Vergabeunterlagen erfüllt.
Automatisch aus den Feldern der Bekanntmachung vom 24.05.2024, ohne KI. Maßgeblich ist die Bekanntmachung. Original lesen ↗ · Fehler melden
Leistungsumfang
Beschreibung laut BekanntmachungIm Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel (PSM) ist das Umweltbundesamt (UBA) gemäß Pflanzenschutzgesetz zuständig für die Bewertung des Risikos für den Naturhaushalt und für die Festlegung von Risikominderungsmaßnahmen. Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln kann zum Beispiel ein Risiko durch Abdrift entstehen. Dabei werden wirkstoffhaltige Tröpfchen bei der Sprühapplikation außerhalb des Zielbereichs abgelagert. Dadurch können Pflanzenschutzmittel in Gewässer und andere Nichtzielflächen eingetragen werden. Bisher sind im Zulassungsverfahren vor allem zwei Maßnahmen zur Verringerung der Abdrift etabliert: der Einsatz abdriftreduzierender Spritztechnik und die Vergrößerung des Abstandes zu Nichtzielflächen, da die Menge an Pflanzenschutzmittel mit der Distanz schnell abnimmt. Durch die Anwendung solcher Risikominderungsmaßnahmen kann eine Zulassung von risikoreicheren …
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Im Zulassungsverfahren für Pflanzenschutzmittel (PSM) ist das Umweltbundesamt (UBA) gemäß Pflanzenschutzgesetz zuständig für die Bewertung des Risikos für den Naturhaushalt und für die Festlegung von Risikominderungsmaßnahmen. Bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln kann zum Beispiel ein Risiko durch Abdrift entstehen. Dabei werden wirkstoffhaltige Tröpfchen bei der Sprühapplikation außerhalb des Zielbereichs abgelagert. Dadurch können Pflanzenschutzmittel in Gewässer und andere Nichtzielflächen eingetragen werden. Bisher sind im Zulassungsverfahren vor allem zwei Maßnahmen zur Verringerung der Abdrift etabliert: der Einsatz abdriftreduzierender Spritztechnik und die Vergrößerung des Abstandes zu Nichtzielflächen, da die Menge an Pflanzenschutzmittel mit der Distanz schnell abnimmt. Durch die Anwendung solcher Risikominderungsmaßnahmen kann eine Zulassung von risikoreicheren Pflanzenschutzmitteln möglich werden, da das prognostizierte Risiko für Nichtzielflächen durch die Maßnahmen auf ein annehmbares Maß verringert wird. In diesem Zusammenhang wird immer wieder diskutiert, ob das bisherige System des Risikomanagements noch weiter geöffnet, also die Möglichkeit zur Kumulation von mehr als 2 Risikominderungsmaßnahmen (´Toolbox´-Ansatz) angeboten werden soll. Immer stärker in den Vordergrund rückt dabei die Frage, wie sich die Kombination einer bestimmten Anzahl an Maßnahmen, deren Anwendung jeweils mit einer bestimmten Unsicherheit verknüpft sind, auf die Abschätzung des Gesamtrisikos sowie die damit einhergehende Unsicherheit der Bewertung auswirken würde. Daher soll in diesem Gutachten beispielhaft ermittelt und beschrieben werden, welche Gesamtunsicherheit in Bezug auf die Risikoreduktion in der Praxis zu erwarten wäre, wenn bis zu fünf Maßnahmen mit verschiedenen Einzelunsicherheiten kombiniert werden. Anhand dieser Betrachtung sollen so weit wie möglich konkrete Regeln für den generellen Umgang mit der Gesamtunsicherheit von Toolbox-Ansätzen gegeben werden. Die EFSA hat Leitfäden zur Unsicherheitsanalyse in wissenschaftlichen Bewertungen sowie zur Kommunikation dieser wissenschaftlichen Unsicherheiten entwicket. Ziel der Unsicherheitsanalyse entsprechend der Leitfäden ist es vor allem, die Transparenz zu allen Elementen einer Risikobewertung und Expositionsabschätzung zu erhöhen, indem die Grenzen des Wissens und der Risikobewertung systematisch abgeschätzt werden. Eine Unsicherheitsanalyse beinhaltet die Beschreibung der möglichen Auswirkungen von Einflussgrößen (Szenario, Modell, Parameter) auf die Expositionsschätzung bzw. das Risiko. Für eine umfassende Unsicherheitsanalyse wäre es daher außerdem notwendig, die Quellen der Unsicherheit und ihre Variation systematisch zu identifizieren und zu bewerten sowie die Abhängigkeiten zwischen Modellparametern zu diskutieren und in der Analyse angemessen zu berücksichtigen. Diese Unsicherheiten sollen im Rahmen des Gutachtens nicht im Detail betrachtet werden. Es soll sich vielmehr auf die mit der Durchführung und Kombination verschiedener Risikominderungsmaßnahmen verknüpften Unsicherheit beschränkt werden. Dies soll als Grundlage dienen, um mögliche Entscheidungsgrundsätze in der Zulassung von PSM zu diskutieren, z.B. zu berücksichtigende Sicherheitsfaktoren oder die Festlegung von Risikominderungsfaktoren einer Maßnahme oder einer Maßnahmenkombination. Anhand des Expositionspfades „Sprühabdrift in angrenzendes Gewässer“ als exemplarischer Fallkonstellation soll die Gesamtunsicherheit entsprechend der Leitfäden der EFSA bestimmt und beschrieben werden. Es sollen bis zu fünf Risikominderungsmaßnahmen mit unterschiedlichen Einzelunsicherheiten zu einer Gesamtunsicherheit kombiniert werden. Dabei sollen folgende Fragen beantwortet werden: - Wie verändert sich die Gesamtunsicherheit der Risikominderungsmaßnahmen mit der Anzahl der eingesetzten Maßnahmen? - Welchen Einfluss haben Unsicherheiten unterschiedlicher Größe auf die Gesamtunsicherheit? Die näheren fachlichen Einzelheiten sind der Leistungsbeschreibung zu entnehmen.
Erfüllungsort
- Ort
- nicht angegeben
- Kreis
- Dessau-Roßlau (Sitz des Auftraggebers, kein Ort in der Bekanntmachung)
- Bundesland
- Sachsen-Anhalt
Verlauf
- 24.05.2024 Ausschreibung veröffentlicht
Zuschläge dieses Auftraggebers
- Softwarepflege Desigo CCZuschlag 09.09.2026 an Siemens AG
- DeltaPFAS: Routinemessungen der Umweltprobenbank für Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen in den Jahren 2026 bis 2029Zuschlag 24.08.2026 an Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
- Administration Drupal-Website 2026 inkl. Betreiberleistungen/HostingZuschlag 15.01.2026 an werk21 GmbH
- Hosting und Pflege von www.thru.deZuschlag 08.12.2025 an ENDA GmbH & Co. KG