Renaturierung des ehemaligen EOW-Geländes in Oberweimar, Steinbrückenweg 5, D-99425 Weimar
Auftraggeber: Stadtverwaltung Weimar, Amt Grünflächen und Friedhöfe · Weimar
Stadtverwaltung Weimar, Amt Grünflächen und Friedhöfe hat den Auftrag für Ingenieur- und Planungsleistungen in Weimar am 26.05.2025 vergeben, Zuschlag an Rudolph Langner - Station C23 Architekten und Landschaftsarchitekten PartG mbB. Eingegangen: 3 Angebote.
Rudolph Langner - Station C23 Architekten und Landschaftsarchitekten PartG mbB Leipzig
- Summe
- nicht veröffentlicht
- Angebote
- 3
- Zuschlag
- 26.05.2025
Quelle: Bekanntmachung auf oeffentlichevergabe.de (CC0), veröffentlicht am 29.07.2025.
Angaben in Kürze
Aus den Feldern, ohne KI- Was
- Ingenieur- und Planungsleistungen: Renaturierung des ehemaligen EOW-Geländes in Oberweimar, Steinbrückenweg 5, D-99425 Weimar
- Wo
- Weimar, Wartburgkreis, Thüringen
- Wer kann anbieten
- Zuerst Teilnahmeantrag. Es werden 3 bis 5 Bewerber zur Angebotsabgabe aufgefordert. Für KMU geeignet laut Bekanntmachung.
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Leistungsumfang
Beschreibung laut BekanntmachungDie Stadt Weimar plant die Renaturierung des ehemaligen EOW-Geländes, ein Altindustriestandort in Oberweimar. Der Industriestandort wurde zu Beginn des 20.Jh. in Oberweimar in der Ilmaue errichtet. Anfang der 1990er Jahre wurde der Standort aufgegeben. Einige Bereiche des Geländes konnten in den letzten 3 Jahrzehnten bereits zurückgebaut werden. Die noch vorhandene Industriebrache (Vorhabengebiet) ist durch einen hohen Versiegelungsgrad und eine desolate Gebäudesubstanz gekennzeichnet. Im Zuge des Vorhabens soll das Areal renaturiert werden (Gebäudeabbruch, flächenhafte Entsiegelung und Herstellen eines Flutmuldensystems), um wichtige klimaökologische, hochwasserschutztechnische und naturräumliche Funktionen - auch im Rahmen der Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel - wieder vollständig übernehmen zu können. Dies betrifft die ökologische Funktion des Areals als Biotiopverbund, eine …
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Die Stadt Weimar plant die Renaturierung des ehemaligen EOW-Geländes, ein Altindustriestandort in Oberweimar. Der Industriestandort wurde zu Beginn des 20.Jh. in Oberweimar in der Ilmaue errichtet. Anfang der 1990er Jahre wurde der Standort aufgegeben. Einige Bereiche des Geländes konnten in den letzten 3 Jahrzehnten bereits zurückgebaut werden. Die noch vorhandene Industriebrache (Vorhabengebiet) ist durch einen hohen Versiegelungsgrad und eine desolate Gebäudesubstanz gekennzeichnet. Im Zuge des Vorhabens soll das Areal renaturiert werden (Gebäudeabbruch, flächenhafte Entsiegelung und Herstellen eines Flutmuldensystems), um wichtige klimaökologische, hochwasserschutztechnische und naturräumliche Funktionen - auch im Rahmen der Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel - wieder vollständig übernehmen zu können. Dies betrifft die ökologische Funktion des Areals als Biotiopverbund, eine für das Stadtklima äußerst wichtige Funktion als Luftleitbahn sowie die wichtige Funktion der betreffenden Flächen als Retentionsraum bei Hochwasser. Nach Abriss der Gebäude mit ca. 7.100 m² Fläche sollen die Fundamente und die verbliebenen befestigten Flächen (ca. 7.600m²) abgebrochen und entsorgt werden. Diese Abbruch- und Entsorgungsmaßnahmen sind jedoch kein Bestandteil dieses Planungsauftrages. Nach dem Gebäude- bzw. Flächenabbruch ist der darunterliegende, möglicherweise schadstoffbelastete Boden abzutragen und zu entsorgen. Danach soll die Geländemodellierung und Herstellung einer renaturierbaren Bodensubstanz erfolgen und es ist ein Flutmuldensystem zu modellieren, das gleichzeitig eine Renaturierung mittels Ansaat und Bepflanzung ermöglicht und als Retentionsfläche für eventuelle Hochwasserereignisse der Ilm dient. Zur Herstellung einer Verbindung zu einer bereits bestehenden Flutmulde ist ein Durchlass unter der Straße "Steinbrückenweg" zu errichten. Als weitere Aufgaben im Rahmen dieses Bauvorhabens sind die Errichtung Wegeverbindung vom Steinbrückenweg zur Pappelallee als Fuß- und Radweg mit einer max. versickerungsfähigen Oberfläche und die Herstellung von ca. 20 wasserdurchlässigen PKW-Stellplätzen einfacher Bauweise definiert. Die Gestaltung der Stellplätze soll sich dabei dem Ziel der Maßnahme "Schaffung eines Naturraumes" verpflichtet fühlen. Das Bearbeitungsgebiet liegt im Überschwemmungsgebiet der Ilm und bei den Maßnahmen muss aufgrund der früheren Nutzungen mit schadstoffbelastetem Material gerechnet werden. Zwei Flurstücke sind im Thüringer Altlasteninformationssystem (THALIS) verzeichnet und als aktive Altlastenverdachtsflächen geführt. Der Altlastverdacht wurde durch Gutachten bestätigt und Kontaminationen der Schutzgüter Boden und Grundwasser nachgewiesen. Weiterhin wurden in einigen Bereichen bereits Ausgleichsmaßnahmen nach Naturschutzrecht umgesetzt, welche bei der Überplanung zu berücksichtigen sind. Das Werksgelände der ehemaligen Firma VEB Elektroinstallation Oberweimar befindet sich auf dem Gebiet der Stadt Weimar, im Ortsteil Oberweimar. Die Gesamtfläche des zu renaturierenden Altindustriestandortes beträgt ca. 50.100 m2. . Das Gelände umfasst die Flurstücke Nr. 307/1, 307/2 und 393 - 400 der Flur 8 sowie dies Flurstück 125/1, 128/3 und 130/33 der Flur 1, Gemarkung Oberweimar. Das Gelände wird im Norden durch den Steinbrückenweg, im Osten durch die Ilm, eine Teichanlage sowie Grünflächen und im Süden durch eine Kleingartenanlage begrenzt. Im Westen schließt sich wiederum eine Grünanlage an, die durch die Belvederer Allee begrenzt wird. Das Gelände weist Höhen zwischen 214 und 215 m über NN auf und ist generell von West nach Ost in Richtung des Vorfluters, die Ilm, geneigt. Die Ilm bildet dabei zusammen mit dem angrenzenden Teich für den östlichen Werksbereich die Vorflut. Die Größe der versiegelten Verkehrsfläche (betoniert) beträgt ca. 7.600 m2. Es wird von einer Betonmächtigkeit von 0,25 -0,3 m ausgegangen. Unterhalb der Betondecke werden anthropogene Auffüllungen aus Beton, Betongruß, Schotter und Kies mit Mächtigkeiten zwischen 0,2 - 3,2 m vermutet. Die Größe der unversiegelten Fläche im Untersuchungsgebiet beträgt ca. 1.500 m2. Die Mächtigkeit des aufgetragenen Oberbodens ist nicht bekannt, punktuell können die Mächtigkeiten der Auffüllung bis zu 2,75 m betragen. Im Liegenden schließt sich ein Auelehm an, danach folgen grobkörnige Lockersedimente. Entsprechend den Ergebnissen der durchgeführten Untersuchungen variiert der Grundwasserflurabstand lokal stark und variiert von ca. 0,7 m u. GOK im südlichen Bereich des Planungsgebietes bis 3,2 m u. GOK im nördlichen Bereich. Das Projekt wird im Rahmen einer Förderung durch das BBSR entwickelt, teilweise werden Fördermittel für Leistungen voraussichtlich in einem Umfang von max. 1,8 Mio Euro zur Verfügung gestellt.
Erfüllungsort
- Ort
- 99425 Weimar
- Kreis
- Wartburgkreis
- Bundesland
- Thüringen
- NUTS
- DEG0P
Verlauf
- 13.06.2024 Ausschreibung veröffentlicht
- 29.07.2025 Ergebnis veröffentlicht
Häufige Fragen
Wer hat den Auftrag bekommen?
Den Zuschlag hat Rudolph Langner - Station C23 Architekten und Landschaftsarchitekten PartG mbB erhalten.
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