Erweiterung der Datenbank „Biozide in der Umwelt“
Auftraggeber: Umweltbundesamt, Referat Z 1.5, Zentrale Vergabestelle · Dessau-Roßlau
Umweltbundesamt, Referat Z 1.5, Zentrale Vergabestelle hat einen Auftrag für „Erweiterung der Datenbank „Biozide in der Umwelt““ in Dessau-Roßlau ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endete am 17.08.2023. Bisher kein Ergebnis gefunden.
Wir haben bisher kein Ergebnis zu diesem Verfahren gefunden. Bei nationalen Verfahren wird es oft gar nicht oder ohne Bezug zur Ausschreibung veröffentlicht. Auskunft gibt die Vergabestelle.
Wer folgt, bekommt morgens eine E-Mail, sobald ein Ergebnis oder eine Änderung veröffentlicht ist.
Angaben in Kürze
Aus den Feldern, ohne KI- Was
- Erweiterung der Datenbank „Biozide in der Umwelt“
- Wo
- Dessau-Roßlau, Sachsen-Anhalt
- Bis wann
- Angebotsfrist 17.08.2023, 11:00 Uhr
- Wer kann anbieten
- Jedes Unternehmen, das die Anforderungen der Vergabeunterlagen erfüllt.
Automatisch aus den Feldern der Bekanntmachung vom 21.07.2023, ohne KI. Maßgeblich ist die Bekanntmachung. Original lesen ↗ · Fehler melden
Leistungsumfang
Beschreibung laut Bekanntmachung„Biozide sind Substanzen oder Produkte, die Schädlinge oder Lästlinge zerstören, abschrecken, unschädlich machen, ihre Wirkung verhindern oder sie auf eine andere Art und Weise bekämpfen sollen.“ (Biozid-Verordnung (EU) Nr. 528/2012) [1]. So werden Biozide z.B. als Repellentien, in Schutzmitteln für Baumaterialien, in Antifoulingfarben für Schiffe, zur Beschichtung von Textilien, als Desinfektionsmittel im Krankenhaus oder auch zur Bekämpfung von Schadnagern eingesetzt. Im Februar 2023 waren in der EU 294 biozide Wirkstoffe genehmigt oder befanden sich noch im Genehmigungsprozess und waren somit für die Verwendung in Biozidprodukten einsetzbar [2]. Dem durch die Verwendung erzielten Nutzen stehen jedoch potentielle Risiken durch unerwünschte Einträge in die Umwelt gegenüber. Aufgrund des breiten Anwendungsspektrums der Produkte sowie der inhärenten Eigenschaften der Wirkstoffe können so …
Ganze Beschreibung lesen
„Biozide sind Substanzen oder Produkte, die Schädlinge oder Lästlinge zerstören, abschrecken, unschädlich machen, ihre Wirkung verhindern oder sie auf eine andere Art und Weise bekämpfen sollen.“ (Biozid-Verordnung (EU) Nr. 528/2012) [1]. So werden Biozide z.B. als Repellentien, in Schutzmitteln für Baumaterialien, in Antifoulingfarben für Schiffe, zur Beschichtung von Textilien, als Desinfektionsmittel im Krankenhaus oder auch zur Bekämpfung von Schadnagern eingesetzt. Im Februar 2023 waren in der EU 294 biozide Wirkstoffe genehmigt oder befanden sich noch im Genehmigungsprozess und waren somit für die Verwendung in Biozidprodukten einsetzbar [2]. Dem durch die Verwendung erzielten Nutzen stehen jedoch potentielle Risiken durch unerwünschte Einträge in die Umwelt gegenüber. Aufgrund des breiten Anwendungsspektrums der Produkte sowie der inhärenten Eigenschaften der Wirkstoffe können so verschiedenste Umweltkompartimente, wie z.B. Oberflächengewässer, Böden oder Sedimente belastet und in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. . Zahlreiche Einzelfunde zeigen, dass es Einträge von Bioziden in die Umwelt gibt, wobei auch teilweise besorgniserregende Konzentrationen gefunden werden [3, 4]. Die systematische Zusammenführung, Darstellung und Veröffentlichung von Messdaten für Biozide in einer Datenbank bildet einen wichtigen Schritt, um zu beurteilen, wie groß das vorhandene Problem der Belastung der Umwelt mit Bioziden tatsächlich ist, welche Organismen oder Kompartimente besonders betroffenen sind und welche zusätzlichen Maßnahmen ergriffen werden müssen, um den Eintrag von Bioziden zu reduzieren. . Im Rahmen des vorangegangenen Projekts „Integration von Biozidmonitoringdaten aus Literaturquellen in eine Datenbank“ (UBA-FB 172 962) wurde die Datengrundlage für die öffentlich zugängliche Datenbank „Biozide in der Umwelt“ geschaffen. Die Datensammlung umfasst eine beachtliche Anzahl europaweiter Monitoringdaten, welche vor allem aus Frankreich oder den Niederlanden stammen. Der Anteil von Daten aus Deutschland bzw. dem deutschsprachigen Raum ist dagegen deutlich unterrepräsentiert, obwohl bundesweit verschiedenste Monitoringprogramme existieren. Dies kann mit der fehlenden zentralen Sammlung und Veröffentlichung von Monitoringdaten erklärt werden. Zur Erstellung eines gesamtdeutschen Bildes der Biozidbelastung in der Umwelt ist es daher nötig, in Zukunft regelmäßig weitere Daten zusammenzutragen, welche in der Datenbank „Biozide in der Umwelt“ der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden sollen. Eine umfangreichere und aktuelle Sammlung deutscher Daten hilft, ein detailliertes Bild des bundesweiten Vorkommens von Biozidfunden zu erhalten und potentielle Eintragspfade genauer zu identifizieren. Folglich können potentielle Risiken durch Biozide in der Umwelt besser abgeschätzt werden. Eine umfangreiche und aktuelle Datenbank ist zudem ein wesentlicher Baustein, um die Effizienz der Auflagen und Risikominderungsmaßnahmen im Rahmen des Biozid-Zulassungsverfahrens besser einschätzen zu können, und ein politisch nutzbares Argument, um seitens des Bundes ggf. weitere Maßnahmen zur Reduktion des Eintrags von Bioziden in die Umwelt durchzusetzen. Nur regelmäßig aktualisiert und erweitert kann die Datenbank als hilfreiches Werkzeug für ein „post-approval monitoring“ (Überwachung nach der Zulassung) dienen, um geltende Expositions- und Risikoabschätzungen zu prüfen und ggfs. zu verfeinern [5-7]. Da eine händische, regelmäßige Literaturrecherche und Eintragung in die Datenbank kapazitativ nicht zu vertreten ist, müssen automatisierte Lösungen gefunden werden. Eine solche Datenbank-Erstellung würde auch der Empfehlung des Umweltbundesamtes zum Thema „Sind Biozideinträge in die Umwelt von besorgniserregendem Ausmaß?“ [8] entsprechen. . Einzelheiten sowie das Literaturverzeichnis entnehmen Sie bitte der den Vergabeunterlagen beigefügten Leistungsbeschreibung.
Erfüllungsort
- Ort
- nicht angegeben
- Kreis
- Dessau-Roßlau (Sitz des Auftraggebers, kein Ort in der Bekanntmachung)
- Bundesland
- Sachsen-Anhalt
Verlauf
- 28.06.2023 Ausschreibung veröffentlicht
- 21.07.2023 Bekanntmachung geändert · Bekanntmachung über Änderungen oder zusätzliche Angaben
Zuschläge dieses Auftraggebers
- Softwarepflege Desigo CCZuschlag 09.09.2026 an Siemens AG
- DeltaPFAS: Routinemessungen der Umweltprobenbank für Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen in den Jahren 2026 bis 2029Zuschlag 24.08.2026 an Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
- Administration Drupal-Website 2026 inkl. Betreiberleistungen/HostingZuschlag 15.01.2026 an werk21 GmbH
- Hosting und Pflege von www.thru.deZuschlag 08.12.2025 an ENDA GmbH & Co. KG