Beschaffung eines neuen MR-Tomographen
Auftraggeber: Universitätsklinikum Heidelberg AÖR · Heidelberg
Universitätsklinikum Heidelberg AÖR hat den Auftrag für Medizintechnik und Medizinbedarf in Heidelberg am 30.07.2024 vergeben, Zuschlag an Siemens Healthineers AG. Zuschlagssumme laut Bekanntmachung: 1.758.269 €.
Siemens Healthineers AG Mannheim
- Summe
- 1.758.269 €
- Angebote
- nicht veröffentlicht
- Zuschlag
- 30.07.2024
Quelle: Bekanntmachung auf oeffentlichevergabe.de (CC0), veröffentlicht am 30.07.2024.
Angaben in Kürze
Aus den Feldern, ohne KI- Was
- Medizintechnik und Medizinbedarf: Beschaffung eines neuen MR-Tomographen
- Wo
- Heidelberg, Baden-Württemberg
- Wer kann anbieten
- Der Auftraggeber verhandelt direkt mit ausgewählten Unternehmen.
Automatisch aus den Feldern der Bekanntmachung vom 30.07.2024, ohne KI. Die Branche ordnen wir selbst zu. Maßgeblich ist die Bekanntmachung. Original lesen ↗ · Fehler melden
Leistungsumfang
Beschreibung laut BekanntmachungDie Abteilung Neuroradiologie des Universitätsklinikums Heidelberg beabsichtigt die Beschaffung eines 3T MR-Tomographen. Der zu beschaffende MR-Tomograph soll ein vorhandenes MR-Gerät ersetzen, welches das Ende der Lebensdauer erreicht hat. Das Gerät soll für folgende Zwecke eingesetzt werden: (1) Diagnostik des Zentralnervensystems (Gehirn, Rückenmark), insbesondere die Diagnostik und Therapieverlaufskontrolle von Hirntumoren und entzündlichen Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose) sowie die Diagnostik und Verlaufskontrolle des akuten Schlaganfalls, (2) Diagnostik von Erkrankungen des peripheren Nervensystems, (3) Diagnostik der Kopf-Hals Region, insbesondere Diagnostik der Zähne und des Zahnhalteapparats (Dental-MRT). a) Gradientensystem: maximale Gradientenstärke und Slewrate: Beim oben genannten klinischen Einsatzspektrum des zu beschaffenden MR-Tomographen spielen die Diffusions-MRT …
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Die Abteilung Neuroradiologie des Universitätsklinikums Heidelberg beabsichtigt die Beschaffung eines 3T MR-Tomographen. Der zu beschaffende MR-Tomograph soll ein vorhandenes MR-Gerät ersetzen, welches das Ende der Lebensdauer erreicht hat. Das Gerät soll für folgende Zwecke eingesetzt werden: (1) Diagnostik des Zentralnervensystems (Gehirn, Rückenmark), insbesondere die Diagnostik und Therapieverlaufskontrolle von Hirntumoren und entzündlichen Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose) sowie die Diagnostik und Verlaufskontrolle des akuten Schlaganfalls, (2) Diagnostik von Erkrankungen des peripheren Nervensystems, (3) Diagnostik der Kopf-Hals Region, insbesondere Diagnostik der Zähne und des Zahnhalteapparats (Dental-MRT). a) Gradientensystem: maximale Gradientenstärke und Slewrate: Beim oben genannten klinischen Einsatzspektrum des zu beschaffenden MR-Tomographen spielen die Diffusions-MRT und die Perfusions-MRT zur Diagnosestellung und Therapieentscheidung eine wesentliche Rolle. Beide MR-Techniken erfordern sogenannte Echo-Planar-Imaging Sequenzen, die hohe Anforderungen an das Gradientensystem stellen. Bei der Diffusions- MRT muss darüber hinaus zwischen der Hochfrequenzanregung und der Bildauslese ein sehr hoher Gradient geschaltet werden, um eine hinreichende Diffusionsgewichtung zu ermöglichen. Aus diesen Gründen muss das Gradientensystem folgenden Anforderungen genügen: -Die max. Gradientenfeldstärke und die maximale Slewrate müssen gleichzeitig in einer Messung verfügbar sein. -Maximale Gradientenfeldstärke (Amplitude) bei freier Einstellung der Gradientenpulsform, wie z.B. Trapezform, mindestens 60 mT/m pro Raumachse (keine Vektorsumme, keine Effektivwerte). -Maximale Slewrate mindestens 200 T/m/s pro Raumachse (keine Vektorsumme, keine Effektivwerte). b) Anzahl Hochfrequenzkanäle Insbesondere für die MR-Neurographie (MR-Untersuchung des peripheren Nervensystems) ist es erforderlich, dass der Körperstamm und die Extremitäten mit Mehrkanalspulen abgedeckt werden können; daher ist es notwendig, dass das Hochfrequenzsystem folgenden Anforderungen genügt: Mindestens 64 vollwertig nutzbare, unabha ngigen Empfangskana le, die gleichzeitig in einem Scan (einer Sequenz) und in einem FOV genutzt werden können und jeweils unabhängige Teilbilder erzeugen. c)MR-Sequenzen und -Techniken:Neben den Standardtechniken muss das Gerät mit den Sequenzpaketen für MRAngiographie, Diffusion-Tensor-Imaging, Perfusions-Messungen, Susceptibility-Weighted Imaging und 1H-MR-Spektroskopie ausgestattet sein. Für die MRNeurographie ist es darüber hinaus unerlässlich, dass das System über KI-basierte Beschleunigungstechniken und weitere Beschleunigungsverfahren (Simultaneous Mulitslice / Multiband) verfügt. Außerdem müssen Techniken zur Unterdrückung von Metallartefakten vorhanden sein, damit eine Dental-MRT auch bei Zahnrestaurationen durchgeführt werden kann und diagnostisch verwertbar ist. d)Hochfrequenzspule für die Zahnbildgebung: Die MR-Zahnbildgebung stellt einen bedeutenden wissenschaftlichen und klinischen Schwerpunkt der Abteilung Neuroradiologie dar. Aus diesem Grund ist es unerlässlich, dass der zu beschaffende MR-Tomograph die Möglichkeit bieten muss, eine dedizierte und zugelassene Dentalspule zu betreiben. Die einzige, derzeit auf dem Markt vorhandene, klinisch zugelassene dedizierte Dentalspule ist die 16-Kanalspule von NORAS MRI Products (Mandibula-Spule). e)Konsistente Verlaufsuntersuchungen: An den MR-Tomographen werden häufig Verlaufsuntersuchungen durchgeführt, insbesondere in der Tumorkontrolle oder bei Patienten mit Multipler Sklerose. Internationale Multicenter-Studien haben deutlich gemacht, dass für eine konsistente Beurteilung bei Verlaufsuntersuchungen die Verwendung von Geräten desselben Herstellers unerlässlich ist. Nur auf diesen Geräten sind identische Sequenztechniken und Bildrekonstruktionen/-filter verfügbar, wie es in internationalen Leitlinien vorgeschrieben ist. (Ellingson BM, Bendszus M, Boxerman J, et al. Consensus recommendations for a standardized Brain Tumor Imaging Protocol in clinical trials. Jumpstarting Brain Tumor Drug Development Coalition Imaging Standardization Steering Committee. Neuro Oncol. 2015 Sep;17(9):1188-98, Wattjes MP, Ciccarelli O, Reich DS, et al. 2021 MAGNIMS-CMSC-NAIMS consensus recommendations on the use of MRI inpatients with multiple sclerosis. Lancet Neurol. 2021 Aug;20(8):653-670.) Werden Gera ten unterschiedlicher Hersteller oder Sequenzen verwendet, besteht ein unmittelbares Risiko für die Sicherheit der Patienten. Ein Fortschreiten eines Tumors oder einer Entzündung könnte durch technische Unterschiede irrtümlich vorgetäuscht werden, was möglicherweise zu einem vorzeitigen Abbruch oder einer Änderung einer ansonsten wirksamen Therapie führen würde. Deshalb würden Verlaufsuntersuchungen an Geräten unterschiedlicher Hersteller mit verschiedenen Sequenzen von den Zuweisern der Neurologischen Klinik keinesfalls toleriert werden. Eine Terminierung von Patienten basierend auf den Befunden an verschiedenen Geräten wäre logistisch kaum umsetzbar. Daher ist es von größter Bedeutung, die homogene Geräteplattform aufrechtzuerhalten. f) Ausfallkonzept Es muss berücksichtigt werden, dass im Fall eines Geräteausfalls ein durchgängiges Ausfallkonzept vorhanden ist. Auch für einen Geräteausfall gilt die in (e) gemachte Feststellung, dass im Rahmen von Verlaufsuntersuchungen alle Untersuchungen am Gerät desselben Herstellers durchgeführt werden müssen.
Erfüllungsort
- Ort
- Heidelberg
- Kreis
- Heidelberg
- Bundesland
- Baden-Württemberg
- NUTS
- DE125
Verlauf
- 30.07.2024 Direktvergabe angekündigt
Häufige Fragen
Wer hat den Auftrag bekommen?
Den Zuschlag hat Siemens Healthineers AG erhalten, Summe 1.758.269 €.
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