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Zuschlag erteilt Offenes Verfahren (EU-weit) · veröffentlicht am 18.02.2020

Archäologische Rettungsgrabungen Gewann „Unter Haßlen“ – Bereich 2

Auftraggeber: Stadt Tuttlingen · Tuttlingen

Stadt Tuttlingen hat den Auftrag für Ingenieur- und Planungsleistungen im Landkreis Tuttlingen am 25.05.2020 vergeben, Zuschlag an ArchaeoConnect GmbH. Zuschlagssumme nach den Angaben der Bekanntmachung: 208.173 €. Eingegangen: 6 Angebote.

Zuschlag an

ArchaeoConnect GmbH Tübingen

Summe
208.173 €
Angebote
6
Zuschlag
25.05.2020

Quelle: Bekanntmachung auf TED (© Europäische Union), veröffentlicht am 15.06.2020.

Angaben in Kürze

Aus den Feldern, ohne KI
Was
Ingenieur- und Planungsleistungen: Archäologische Rettungsgrabungen Gewann „Unter Haßlen“ – Bereich 2
Wo
Landkreis Tuttlingen, Baden-Württemberg
Wer kann anbieten
Jedes Unternehmen, das die Anforderungen der Vergabeunterlagen erfüllt.
Laufzeit
18.05.2020 bis 31.12.2020

Automatisch aus den Feldern der Bekanntmachung vom 15.06.2020, ohne KI. Die Branche ordnen wir selbst zu. Maßgeblich ist die Bekanntmachung. Original lesen ↗ · Fehler melden

Leistungsumfang

Beschreibung laut Bekanntmachung

Die Stadt Tuttlingen (Landkreis Tuttlingen) plant in Tuttlingen-Möhringen, Gewann „Unter Haßlen“, Flurstücke 2347-2349, 2356/1, 2357-2368, 2370-2381, 2386/1, 2387-2410/1, 2415-2426, 4441-4442, auf einem ca. 17 ha großen Grundstück die Erweiterung des Gewerbegebiets „DonauTech“. Die überplante Fläche liegt teilweise innerhalb des archäologischen Kulturdenkmals „villa rustica“ gemäß § 2 des DSchG Baden-Württemberg (hier Denkmalfläche Nr. 1, Adab-Id. 97017910). Bei geophysikalischen Voruntersuchungen im Jahr 2016 wurden im geplanten Baugebiet Gebäude und Strukturen dieser ausgedehnten römischen Villenanlage sowie flächig verteilte Anomalien lokalisiert, die auf vorgeschichtliche Siedlungsstellen hinweisen (hier Prüffall Nr. 17, Adab-Id. 109829886). Diese Sachlage gab auch den Ausschlag, eine umfassende Prospektion des überplanten Areals durch das mobile Prospektionsteam des LAD (PfP) …

Ganze Beschreibung lesen

Die Stadt Tuttlingen (Landkreis Tuttlingen) plant in Tuttlingen-Möhringen, Gewann „Unter Haßlen“, Flurstücke 2347-2349, 2356/1, 2357-2368, 2370-2381, 2386/1, 2387-2410/1, 2415-2426, 4441-4442, auf einem ca. 17 ha großen Grundstück die Erweiterung des Gewerbegebiets „DonauTech“. Die überplante Fläche liegt teilweise innerhalb des archäologischen Kulturdenkmals „villa rustica“ gemäß § 2 des DSchG Baden-Württemberg (hier Denkmalfläche Nr. 1, Adab-Id. 97017910). Bei geophysikalischen Voruntersuchungen im Jahr 2016 wurden im geplanten Baugebiet Gebäude und Strukturen dieser ausgedehnten römischen Villenanlage sowie flächig verteilte Anomalien lokalisiert, die auf vorgeschichtliche Siedlungsstellen hinweisen (hier Prüffall Nr. 17, Adab-Id. 109829886). Diese Sachlage gab auch den Ausschlag, eine umfassende Prospektion des überplanten Areals durch das mobile Prospektionsteam des LAD (PfP) durchzuführen; nicht prospektiert wurden im Norden 2 Flächen von zusammen ca. 2 ha, die durch Sondermüll tiefgreifend gestört waren und im Süden eine Fläche von ca. 2 ha, die bekannter Weise Überreste der römischen Anlage birgt. Zwischen dem 24.4.2019 und dem 23.8.2019 erfolgten die Prospektionen somit auf einem Areal von 125 768 m2 und erschlossen mithilfe von 100 Baggerschnitten 20 182 m2 Fläche. Das Schnittraster ist so dicht, dass ein verhältnismäßig guter Überblick über die vorhandenen Befundareale besteht. Dabei verteilen sich archäologische Befunde in unterschiedlicher Dichte im gesamten Untersuchungsgebiet. Areale mit einer geringen Befunddichte wurden im Zuge der Baggerschnitte und punktueller Erweiterungen vollständig ausgegraben und dokumentiert, so dass ein großer Teil der untersuchten Fläche zum jetzigen Zeitpunkt bereits frei von archäologischen Befunden ist. Als Ergebnis der Prospektionen sind 3 Bereiche mit dichter archäologischer Befunderhaltung einzugrenzen (siehe Gesamtplan): Konkret handelt es sich hier um die Überreste einer befestigten keltischen (spätlatènezeitlichen) Hofanlage nördlich des asphaltierten Weges (Bereich 1, grüne Fläche auf Gesamtplan: 0,4 ha; Befunde in ca. 0,5 m Tiefe unter der Geländeoberkante), um eine vorgeschichtliche Siedlung, wahrscheinlich aus der Bronzezeit, im östlichen Teil des mittleren Baufeldes (Bereich 2, blaue Fläche auf Gesamtplan: 2,3 ha; Befunde in ca. 0,5 m bis 1 m Tiefe unter der Geländeoberkante) und um Strukturen im Zusammenhang mit der o.g. römischen Anlage im westlichen Teil des mittleren und südlichen Baufeldes (Bereich 3, gelbe Fläche: 4,8 ha auf Gesamtplan; Befunde in nur 0,1 m Tiefe unter der Geländeoberkante) im Boden. Nach dieser Lage der Dinge ist mit umfangreichen archäologischen Befunden und Funden zu rechnen, die als Kulturdenkmale gemäß § 2 DSchG gelten und der Erhaltungspflicht nach § 6 DSchG unterfallen. Das Bauvorhaben wird zur unwiederbringlichen Zerstörung geschützter Denkmalsubstanz führen. Um dem öffentlichen Erhaltungsinteresse zu genügen und das Bauvorhaben dennoch zu ermöglichen, bedarf es daher zum Erhalt des Dokumentwerts der zu erwartenden Befunde und Funde für künftige Generationen vor Beginn der Baumaßnahmen einer archäologischen Rettungsgrabung nach dem Veranlasserprinzip, d. h. auf Veranlasserkosten, mit der die Befunde und Funde fachgerecht dokumentiert und geborgen werden. Konkret können 3 unabhängige Rettungsgrabungen entsprechend den oben vorgestellten Bereichen durchgeführt werden.

Erfüllungsort

Ort
nicht angegeben
NUTS
DE137

Verlauf

  1. 18.02.2020 Ausschreibung veröffentlicht
  2. 15.06.2020 Ergebnis veröffentlicht

Häufige Fragen

Wer hat den Auftrag bekommen?

Den Zuschlag hat ArchaeoConnect GmbH erhalten, Summe 208.173 €.

Quellen Bekanntmachung auf TED ↗ Daten: TED – Tenders Electronic Daily, © Europäische Union, Weiterverwendung mit Quellenangabe. Namen und persönliche Kontaktdaten von Ansprechpersonen entfernen wir automatisch. Ist uns etwas entgangen? Fehler melden

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