Analyse von Pestizid-Rückständen in Bodenproben aus landwirtschaftlich genutzten Flächen
Auftraggeber: Umweltbundesamt, Referat Z 1.5, Zentrale Vergabestelle · Dessau-Roßlau
Umweltbundesamt, Referat Z 1.5, Zentrale Vergabestelle hat einen Auftrag für „Analyse von Pestizid-Rückständen in Bodenproben aus landwirtschaftlich genutzten Flächen“ in Dessau-Roßlau ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endete am 18.12.2024. Bisher kein Ergebnis gefunden.
Wir haben bisher kein Ergebnis zu diesem Verfahren gefunden. Bei nationalen Verfahren wird es oft gar nicht oder ohne Bezug zur Ausschreibung veröffentlicht. Auskunft gibt die Vergabestelle.
Wer folgt, bekommt morgens eine E-Mail, sobald ein Ergebnis oder eine Änderung veröffentlicht ist.
Angaben in Kürze
Aus den Feldern, ohne KI- Was
- Analyse von Pestizid-Rückständen in Bodenproben aus landwirtschaftlich genutzten Flächen
- Wo
- Dessau-Roßlau, Sachsen-Anhalt
- Bis wann
- Angebotsfrist 18.12.2024, 14:00 Uhr
- Wer kann anbieten
- Jedes Unternehmen, das die Anforderungen der Vergabeunterlagen erfüllt.
Automatisch aus den Feldern der Bekanntmachung vom 20.11.2024, ohne KI. Maßgeblich ist die Bekanntmachung. Original lesen ↗ · Fehler melden
Leistungsumfang
Beschreibung laut BekanntmachungIm Jahr 2021 wurde das Forschungsvorhaben „Erfassung der Belastung landwirtschaftlich genutzter Flächen mit Bioziden, Arzneimitteln und Pflanzenschutzmitteln in Deutschland (FKZ 3720 63 4020)“ gestartet. Ziel des Vorhabens ist eine erste Zustandsaufnahme der chemischen Belastung landwirtschaftlich genutzten Böden in Deutschland. Insgesamt wurden bislang Bodenproben von 100 Standorten in ganz Deutschland genommen; chemische Rückstandsanalysen wurden für 30 dieser Standorte mit einer Bestimmungsgrenzer für einen Großteil der Substanzen von 0,01 mg/kg durchgeführt. Die Ergebnisse dieser ersten Probenahme zeigten, dass nur ein kleiner Teil der analysierten Substanzen innerhalb der nachweisbaren Grenzen lag. Aus neueren, aktuellen Publikationen über Rückstandsanalysen in den europäischen Nachbarländern ist jedoch bekannt, dass bei Senkung der Bestimmungsgrenze auf 0,001 mg/kg vermehrt …
Ganze Beschreibung lesen
Im Jahr 2021 wurde das Forschungsvorhaben „Erfassung der Belastung landwirtschaftlich genutzter Flächen mit Bioziden, Arzneimitteln und Pflanzenschutzmitteln in Deutschland (FKZ 3720 63 4020)“ gestartet. Ziel des Vorhabens ist eine erste Zustandsaufnahme der chemischen Belastung landwirtschaftlich genutzten Böden in Deutschland. Insgesamt wurden bislang Bodenproben von 100 Standorten in ganz Deutschland genommen; chemische Rückstandsanalysen wurden für 30 dieser Standorte mit einer Bestimmungsgrenzer für einen Großteil der Substanzen von 0,01 mg/kg durchgeführt. Die Ergebnisse dieser ersten Probenahme zeigten, dass nur ein kleiner Teil der analysierten Substanzen innerhalb der nachweisbaren Grenzen lag. Aus neueren, aktuellen Publikationen über Rückstandsanalysen in den europäischen Nachbarländern ist jedoch bekannt, dass bei Senkung der Bestimmungsgrenze auf 0,001 mg/kg vermehrt Chemikalienrückstände in niedrigeren Konzentrationen messbar sind (z.B. Franco et al 2024; Froger et al 2023). Die Anzahl der gemessenen Rückstände hängt somit stark von der Bestimmungsgrenze ab, was auch durch die abermalige chemische Analyse einer Stichprobe aus diesem Projekt bestätigt wurde: Die Wiederholung der chemischen Analyse mit einer Nachweisgrenze von 0,001 mg/kg führte zum Nachweis der doppelten Anzahl von chemischen Rückständen in derselben Probe. Neuere wissenschaftliche Publikationen verwenden anstatt der in der Risikobewertung üblichen Einzelstoffbetrachtung eine Aggregationsmethode: Andres et al (2022) veröffentlichten einen Vorschlag zur Ermittlung der chemischen Belastung von Böden anhand einer Aggregation aller gemessenen Rückstände in Verbindung mit den Toxizitätswerten für Organismen und vorkommenden Landschaftshabitaten. Ein ähnlicher Ansatz wurde auch von Franco et al. (2024) verwendet. Um eine vollständige Beschreibung des chemischen Bodenzustandes zu ermöglichen und die Belastung durch Chemikalien realistisch darzustellen, sollten somit so viele Rückstände wie möglich analytisch erfasst werden. Die im Rahmen dieses Projektes gewonnenen Daten sind grundlegend für die weiteren Arbeiten in der prospektiven Risikobewertung von Bioziden, Arzneimitteln und Pflanzenschutzmitteln. Die Kenntnis der aktuellen Belastungssituation ist erforderlich, um einerseits die Plausibilität der Modelle für die behördliche Stoffprüfung zu prüfen, und andererseits zu bewerten, inwieweit die derzeitige Bewertungspraxis und behördliche Auflagen zum Schutz der Umwelt den Eintrag von Chemikalien in agrarisch geprägte Landschaften soweit beschränken, dass die Struktur und Funktion der Ökosysteme nachhaltig geschützt sind. Die Erfassung der tatsächlichen, aktuellen Bodenbelastung schafft die Voraussetzung für erweiterte Betrachtungen in der der Zulassung von Bioziden und Pflanzenschutzmitteln. Anhand der Ergebnisse können Annahmen zur Umweltkonzentration, die in den Zulassungsverfahren modelliert wurden, überprüft werden und ggf. Minderungsmaßnahmen abgeleitet werden. Darüber hinaus soll die derzeitige Risikoprognose bezüglich der Wirkung der Substanzen auf Bodenlebewesen aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse bewertet werden. Ein Überblick der tatsächlichen Belastungssituation in Zusammenhang mit einer Zustandsaufnahme der Bodenbiologie liefert auch einen wertvollen Beitrag für die Weiterentwicklung der Risikobewertung von Pflanzenschutzmitteln und kann Genehmigungsentscheidungen maßgeblich beeinflussen (Römbke et al., 2012). Aus dem bereits laufenden Forschungsvorhaben (FKZ 3720 63 4020) liegen Bodenproben vor. Im Rahmen dieses Gutachtens sollen aus diesem Fundus jeweils 2 Bodenproben von insgesamt 70 Probenahmestandorten auf Rückstände von insgesamt 55 chemischen Substanzen (Pflanzenschutzmittel und Biozide) analysiert werden. Die dabei zu gewährleistende Nachweisgrenze ist </= 0,001 mg/kg Trockengewicht. Die näheren fachlichen Einzelheiten sind der Leistungsbeschreibung zu entnehmen.
Erfüllungsort
- Ort
- nicht angegeben
- Kreis
- Dessau-Roßlau (Sitz des Auftraggebers, kein Ort in der Bekanntmachung)
- Bundesland
- Sachsen-Anhalt
Verlauf
- 20.11.2024 Ausschreibung veröffentlicht
Zuschläge dieses Auftraggebers
- Softwarepflege Desigo CCZuschlag 09.09.2026 an Siemens AG
- DeltaPFAS: Routinemessungen der Umweltprobenbank für Per- und Polyfluorierte Alkylsubstanzen in den Jahren 2026 bis 2029Zuschlag 24.08.2026 an Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
- Administration Drupal-Website 2026 inkl. Betreiberleistungen/HostingZuschlag 15.01.2026 an werk21 GmbH
- Hosting und Pflege von www.thru.deZuschlag 08.12.2025 an ENDA GmbH & Co. KG