Zum Inhalt springen
Zuschlag erteilt Nur 1 Angebot Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (EU-weit) · veröffentlicht am 17.12.2023

Abwasserverband Braunschweig - Zukunftskonzept Kläranlage 2023

Auftraggeber: Abwasserverband Braunschweig · Wendeburg

Abwasserverband Braunschweig hat den Auftrag für Ingenieur- und Planungsleistungen im Landkreis Peine am 18.06.2024 vergeben, Zuschlag an aqua consult Ingenieur GmbH und 2 weitere. Zuschlagssumme nach den Angaben der Bekanntmachung: 4.344.086,55 €. Eingegangen: 1 Angebot.

Summe
4.344.086,55 €
Angebote
1 Nur 1 Angebot
Zuschlag
18.06.2024

Quelle: Bekanntmachung auf oeffentlichevergabe.de (CC0), veröffentlicht am 20.07.2024.

Angaben in Kürze

Aus den Feldern, ohne KI
Was
Ingenieur- und Planungsleistungen: Abwasserverband Braunschweig - Zukunftskonzept Kläranlage 2023
Wo
Landkreis Peine, Niedersachsen
Wer kann anbieten
Zuerst Teilnahmeantrag, danach geben nur ausgewählte Bewerber ein Angebot ab.

Automatisch aus den Feldern der Bekanntmachung vom 20.07.2024, ohne KI. Die Branche ordnen wir selbst zu. Maßgeblich ist die Bekanntmachung. Original lesen ↗ · Fehler melden

Leistungsumfang

Beschreibung laut Bekanntmachung

Der Abwasserverband Braunschweig beabsichtigt im Rahmen des Projekts "Kläranlage 2030" die Ertüchtigung der Kläranlage Steinhof. Die Zentralkläranlage des Abwasserverbandes Braunschweig (AVB) in Steinhof reinigt täglich Abwasser von rund 280.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sowie zahlreichen Gewerbebetrieben der Stadt Braunschweig und zählt damit zu den größten Kläranlagen Norddeutschlands. Die in der Braunschweiger Kläranlage behandelte Abwassermenge entspricht dabei einer täglichen Belastung von bis zu 350.000 Einwohnergleichwerten (EW), ist jedoch nur für 275.000 EW ausgelegt und gilt damit als überlastet. Es konnte dennoch festgestellt werden, dass die bisher geltenden Anforderungen insgesamt eingehalten werden und dass die Kläranlage gut und zuverlässig arbeitet. Mit dem Braunschweiger Modell zur Wasserwiederverwendung (Verregnung von geklärtem Abwasser auf landwirtschaftlichen …

Ganze Beschreibung lesen

Der Abwasserverband Braunschweig beabsichtigt im Rahmen des Projekts "Kläranlage 2030" die Ertüchtigung der Kläranlage Steinhof. Die Zentralkläranlage des Abwasserverbandes Braunschweig (AVB) in Steinhof reinigt täglich Abwasser von rund 280.000 Einwohnerinnen und Einwohnern sowie zahlreichen Gewerbebetrieben der Stadt Braunschweig und zählt damit zu den größten Kläranlagen Norddeutschlands. Die in der Braunschweiger Kläranlage behandelte Abwassermenge entspricht dabei einer täglichen Belastung von bis zu 350.000 Einwohnergleichwerten (EW), ist jedoch nur für 275.000 EW ausgelegt und gilt damit als überlastet. Es konnte dennoch festgestellt werden, dass die bisher geltenden Anforderungen insgesamt eingehalten werden und dass die Kläranlage gut und zuverlässig arbeitet. Mit dem Braunschweiger Modell zur Wasserwiederverwendung (Verregnung von geklärtem Abwasser auf landwirtschaftlichen Flächen, Ackerbau und Biogasproduktion) genießt die Stadt Braunschweig bundesweiten Vorzeigestatus hinsichtlich einer nachhaltigen (Ab)wasserbewirtschaftung. Vor dem Hintergrund der zukünftigen Anforderungen, des Infrastrukturbestands und des besonderen Braunschweiger Modells wurde im Rahmen einer Studie eine Zukunftsstrategie für die Ausgestaltung der Kläranlage Steinhof erarbeitet. Dabei lag der Fokus auf der Elimination von Stickstoff, Kohlenstoff, Phosphor und anthropogenen Spurenstoffen aus dem Wasserpfad und der Vereinbarkeit mit der Wasserwiederverwendung. Die Betrachtungen in Hinblick auf die Verfahrenstechnik bezogen sich daher vor allem auf die Belebungsstufe und mögliche nachgeschaltete bzw. integrierte Einrichtungen zur weitergehenden Reinigung (4. Reinigungsstufe). Die im Rahmen der Studie entwickelten und untersuchten Varianten berücksichtigen auch mögliche Einflüsse auf die Verfahrensstufen zur mechanischen Reinigung sowie zur Schlammbehandlung mit ihren Bestandskapazitäten. Gegenstand des Auftrags ist die Planung und Umsetzung der im Rahmen der Studie ermittelten Vorzugsvariante, die den Neubau einer Membranbiologie vorsieht. Weitere Kernaussagen der Studie sind im Folgenden beschrieben. Die biologische Stufe zur Kohlenstoff-, Stickstoff- und biologischen Phosphorelimination (Belebungsbecken und Nachklärbecken, gestützt durch P-Fällung soll durch eine Membranbelebung (Neubau) ersetzt werden. Diese besteht aus mehrstraßigen Belebungsbecken und verschiedenen Kammern für die Membranmodule zur Abscheidung und Rückführung des Schlamms aus dem Wasserstrom. Eine Betonsanierung der Bestandsbecken entfällt. Verfahrenstechnisch soll die Denitrifikation (Stickstoffelimination) als Kaskade ausgeführt, um insgesamt das Beckenvolumen gegenüber anderen Lösungen zu reduzieren. Die freiwerdenden Bestandsbelebungsbecken werden (teilweise) als Mischwasserspeicher für eine Reduzierung von Abschlägen in den Vorfluter und zur Vergleichmäßigung des Zulaufs genutzt. Nicht genutzte Teile können zurückgebaut werden. Als 4. Reinigungsstufe kann eine Pulveraktivkohledosierung zur Adsorption anthropogener Spurenstoffe integriert werden. Die Kohle wird durch die Membran zurückgehalten, mit dem Überschussschlamm abgezogen und über die Klärschlammverwertung entsorgt. Gleiches gilt für das durch die Membran zurückgehaltene Mikroplastik. Eine Hygienisierung wird ebenfalls durch die Membran erreicht. Ggf. ist je nach Anforderungen an die Qualität auch der Einsatz einer zusätzlichen Desinfektionsstufe (UV-Licht) möglich. Für die Rieselfelder kommt ergänzend bzw. alternativ zur Pulveraktivkohledosierung in die biologische Stufe eine Nutzung als 4. Reinigungsstufe durch zusätzliche Aktivierung mit Kornaktivkohle in Frage. Diese ist derzeit noch Stand der Forschung. Die Rehabilitierung der biologischen Stufe erfordert einen tiefgreifenden Eingriff in die vorhandene Verfahrenstechnik einschließlich des Bereichs der Installierten Schlammbehandlungstechnologien. Durch einen Neubau der Belebungsstufe kann diese parallel zum Bestand errichtet werden. Anschließend erfolgt ein Umschluss. Bei dem ausgearbeiteten Zukunftskonzept handelt es sich um eine flexible Lösung, für deren einzelne Verfahrensstufen im Rahmen einer Planung genauere Spezifikationen zu ermitteln sind. Diese Flexibilität ist notwendig, um den sich in den kommenden Jahren konkretisierenden Anforderungen (Grenzwerte, Energiekosten, Nachhaltigkeit) begegnen zu können und den technologischen Fortschritt zu berücksichtigen. Zur Förderung einer nachhaltigeren Abwasserbewirtschaftung und zur Etablierung einer 4. Reinigungsstufe zur Verringerung des Eintrags anthropogener Spurenstoffe in die Umwelt, wurde ein Förderantrag gestellt. Die Gesamtkosten der Maßnahme werden auf rd. brutto 41 Mio. EUR geschätzt. Ein Baubeginn wird Anfang 2026 angestrebt. Die Inbetriebnahme soll in 2029 erfolgen.

Erfüllungsort

Ort
nicht angegeben
Bundesland
Niedersachsen
NUTS
DE91A

Verlauf

  1. 17.12.2023 Ausschreibung veröffentlicht
  2. 20.07.2024 Ergebnis veröffentlicht

Häufige Fragen

Wer hat den Auftrag bekommen?

Den Zuschlag hat aqua consult Ingenieur GmbH und 2 weitere erhalten, Summe 4.344.086,55 €.

Quellen Bekanntmachung auf oeffentlichevergabe.de ↗ Daten: Bekanntmachungsservice, Lizenz CC0. Namen und persönliche Kontaktdaten von Ansprechpersonen entfernen wir automatisch. Ist uns etwas entgangen? Fehler melden

Ähnliche offene Ausschreibungen

Endet bald Teilnahmewettbewerb BÜW VV-BAU/VV-BAU STE - NiaZ3 Rinteln Modernisierung der VST, Strecke 1820, km 53,2
DB Station & Service AG
03.11.2026 Teilnahmeantrag, morgen
nicht angegeben Wert, geschätzt
Rinteln Rinteln Niedersachsen
Endet bald Ersatzneubau Brücke - Leistungen Baugrundgutachter
Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr - Geschäftsbereich Oldenburg
03.11.2026 morgen
nicht angegeben Wert, geschätzt
Goldenstedt Niedersachsen
Endet bald Gemeinde Bad Essen / Erstellung eines kommunalen Starkregenvorsorgekonzeptes
Landkreis Osnabrück - Abt. 13.3 Zentrale Vergabestelle - im Auftrag der Gemeinde Bad Essen
03.11.2026 morgen
nicht angegeben Wert, geschätzt
Bad Essen Niedersachsen

Weitere Zuschläge

Von hier aus weiter