# Weiterentwicklung der eich- und messtechnischen Funktionalitäten sowie des Schutzprofils für das Smart-Meter-Gateway

Zuschlag erteilt

Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat den Auftrag für IT-Dienstleistungen in Beim Auftragnehmer am 02.04.2019 vergeben, Zuschlag an TÜV Informationstechnik GmbH. Zuschlagssumme nach den Angaben der Bekanntmachung: 4.935.000 €. Eingegangen: 2 Angebote.

- Auftraggeber: [Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik](https://vergabeweiser.de/vergabestelle/bundesamt-fuer-sicherheit-in-der-informationstechnik)
- Was: IT-Dienstleistungen: Weiterentwicklung der eich- und messtechnischen Funktionalitäten sowie des Schutzprofils für das Smart-Meter-Gateway
- Wo: Beim Auftragnehmer, Bonn, Nordrhein-Westfalen
- Wer kann anbieten: Jedes Unternehmen, das die Anforderungen der Vergabeunterlagen erfüllt.
- Laufzeit: 60 Monate
- Zuschlag an: TÜV Informationstechnik GmbH
- Zuschlag am: 02.04.2019
- Summe: 4.935.000 €
- Angebote: 2
- Originaltitel: Projekt 397: Weiterentwicklung der eich- und messtechnischen Funktionalitäten sowie des Schutzprofils für das Smart-Meter-Gateway

## Gewinner

- [TÜV Informationstechnik GmbH](https://vergabeweiser.de/unternehmen/tuev-informationstechnik-gmbh), Essen

## Leistungsumfang

Mit dem Inkrafttreten des MsbG wird die Einhaltung des Standes der Technik vermutet, wenn die in der Anlage des Gesetzes veröffentlichten BSI-Standards zu § 22 Abs. 2 Satz 1 MsbG in der jeweils geltenden Fassung eingehalten werden. Um die BSI-Vorgaben z. B. den aktuellen Bedrohungslagen anzupassen, werden Änderungen und Weiterentwicklungen der BSI-Vorgaben im Rechtsrahmen berücksichtigt. Nach §§ 26, 27 MsbG müssen demnach die BSI-Vorgaben überwacht und weitere Schutzprofile und Technische Richtlinien durch das BSI erarbeitet werden.

## Angaben laut Bekanntmachung

- Verfahren: Offenes Verfahren (EU-weit)
- Art des Auftrags: Dienstleistung
- Geschätzter Wert: nicht angegeben
- Nachprüfung: Die Vergabekammer des Bundes beim Bundeskartellamt
- CPV-Code: 72000000-5
- CPV-Bezeichnung: [IT-Dienste: Beratung, Software-Entwicklung, Internet und Hilfestellung](https://vergabeweiser.de/cpv/72000000-it-dienste-beratung-software-entwicklung-internet)
- Bekanntmachungs-ID: 564835-2018

## Verlauf

- 21.12.2018: Ausschreibung veröffentlicht
- 02.05.2019: Ergebnis veröffentlicht
- 24.08.2021: Vertragsänderung veröffentlicht · Der Umfang der Leistungen in Arbeitspaket 6 „Zukünftige Systemarchitekturen für das SMGW“ wird um die zur markttauglichen Erarbeitung von SMGWSystemarchitekturen erforderlichen Analysen und Abstimmungsprozesse erweitert. Im Projektverlauf hat sich herausgestellt, dass einige Arbeitspakete (insb. AP 6) im Rahmen der Etablierung des Prozesses zur Einbindung aller Marktrollen und zur gemeinsamen Abstimmung der Anforderungen an die zukünftige Smart-Meter-Gateway (SMGW)-Systemarchitektur, mehr Aufwand benötigen als ursprünglich vorgesehen:- Um ein einheitliches Sicherheitsniveau des iMSys mit dem SMGW als zentralen Sicherheitsanker zu erreichen, müssen Sicherheitsanforderungen an weitere Komponenten gestellt werden. Konkret wurde durch einen Großteil der Marktakteure die Notwendigkeit aufgezeigt, dass aktuell innerhalb des iMSys mit dem SMGW als zentrale Kommunikationsplattform die Option für eine weitere WAN-Anbindung von essentieller Bedeutung ist, um Daten zu erhalten, die nicht energiewirtschaftlich relevant sind. Damit ist die Notwendigkeit gegeben, bei der Weiterentwicklung der zukünftigen SMGW-Systemarchitektur das gesamte iMSys mit weiteren Komponenten zu betrachten, und bei Bedarf für diese weiteren Komponenten Sicherheitsanforderungen zu entwickeln. Nur so kann ein einheitliches Sicherheitsniveau gewährleistet werden.- Der zur Einbindung des Marktes notwendige Prozess erfordert das iterative Entwickeln des iMSys mit dem SMGW als zentralem Sicherheitsanker. Auf Basis der Produkt- und Systemarchitekturanalyse kann durch das BSI und die Auftragnehmer ein initialer Vorschlag für eine Systemarchitektur erarbeitet werden. Dieser initiale Vorschlag muss im weiteren Verlauf aber von clusterspezifischen Arbeitsgruppen kommentiert werden können, und die Kommentare müssen gemeinsam mit allen Marktakteuren diskutiert und zu einem Lösungsansatz geführt werden. Die Auswertung von Kommentierungen des Marktes haben sich als sehr zeitaufwändig herausgestellt, da hier zum Teil mehrere tausend Kommentare gesichtet, bewertet, diskutiert und beantwortet werden müssen. Neben dieser Behandlung der Kommentare müssen die Ergebnisse in die Systemarchitektur integriert werden. Somit weisen die für die Einbindung und Mitnahme des Marktes erforderlichen Prozesse des Branchendialogs einen hohen Ressourcenbedarf auf.- Des Weiteren haben sowohl die Produkt- und Systemarchitekturanalyse als auch der Branchendialog aufgezeigt, dass zwischen unterschiedlich komplexen Anwendungsszenarien für iMSys unterschieden werden muss. Zur Entscheidung, welche Anwendungsszenarien in welcher Reihenfolge umgesetzt werden können, sind zusätzliche Analysen erforderlich. Diese in der ursprünglichen Leistungsbeschreibung noch nicht berücksichtigen Analysen müssen detaillierte Aussagen treffen, wie die quantitative Entwicklung von Anwendungsszenarien verlaufen wird, welche Energiemengen betroffen sind und wie sich unterschiedliche Szenarien auf die Netzstabilität auswirken können. Auf Basis dieser Analysen können die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen identifiziert werden und es kann abgeschätzt werden, wie komplex die Umsetzung dieser Maßnahmen ist. Erst hierdurch ist es möglich, eine nachvollziehbare, stufenweise Entwicklung des iMSys/SMGW herzuleiten.- Neben den rein technischen Aspekten ist sichtbar geworden, dass auch diejenigen Marktprozesse mitgedacht werden müssen, die zur Einbindung neuer Funktionen des iMSys/SMGW erforderlich sind. Die hierzu erforderlichen Abstimmungen mit Partnerbehörden wie BNetzA und PTB waren nicht Gegenstand des ursprünglichen Arbeitspaketes und müssen zusätzlich beauftragt werden.- Die Überarbeitung und Erstellung von Schutzprofilen für das SMGW war bereits Bestandteil der initialen Leistungsbeschreibung. Die für eine Zertifizierung notwendige Evaluation von Schutzprofilen soll nun jedoch zusätzlich aufgenommen werden.Die Ziele dieser zusätzlichen Aufwände sind somit:- Weiterführung der Abstimmung und Einbindung der Branche in die Weiterentwicklung der Vorgaben an das intelligente Messsystem über regelmäßige Task-Force-Sitzungen- Begleitung von BSI und BMWi in Sitzungen der Arbeitsgruppe Gateway-Standardisierung (AG GwS)- Erarbeitung der Vorgaben für zusätzliche Systemeinheiten in den nächstens Entwicklungsstufen des iMSys im Stufenmodell unter Berücksichtigung der zukünftigen Anpassungen am Gesetzesrahmen.- Durchführung von Bedrohungsanalysen und Netzverträglichkeitsanalysen für neue Entwicklungsstufen des intelligenten Messsystems bei Bedarf- Spezifikation und Überarbeitung von bestehenden und neuen sicherheitstechnischen Anforderungen für die neuen Systemeinheiten über Common Criteria-Schutzprofile und/oder Technische Richtlinien- Durchführung von Workshops für Abstimmungen mit Partnerbehörden zu Marktprozessen- Evaluation von Schutzprofilen nach den Common Criteria- Zur Gewährleistung eines intensiven Branchendialog- und Abstimmungsprozesses sind zusätzliche Workshops in Form von Task-Force-Sitzungen, Verbandsgespräche und Abstimmungsrunden mit Partnerbehörden durchzuführen.Entsprechend soll mit dem Change Request Nr. 3 eine Aufstockung der Personentage/des PT-Pool-Kontingent vereinbart werden, um so die nötigen Arbeiten im Bereich der Analyse, Kommentierung, Evaluierung, Abstimmung und Workshops zu Dokumenten, Produkt- und Systemarchitekturen bzw. Marktprozessen mit der energiewirtschaftlichen Branche und Partnerbehörden weiterhin zu gewährleisten. Der Abruf erfolgt weiterhin über Abrufscheine.Des Weiteren wird die Laufzeit des Projektes gemäß der aktuell gültigen Fassung der BMWi-BSI-Verwaltungsvereinbarung auf den 31.12.2024 verlängert. Die Aufstockung und die Laufzeitverlängerung sind wesentliche Bestanteile zur Aufrechterhaltung der laufenden Prozesse.
- 04.01.2022: Vertragsänderung veröffentlicht · Der Umfang der Leistungen für Arbeitspaket 6 „Zukünftige Systemarchitekturen für das SMGW“ zur Unterstützung und Gewährleistung des Roadmap- und Rollout-Prozesses des Smart-Meter-Gateways wird um eine Marktanalyse, die Weiterentwicklung der Technischen Richtlinie BSI TR-03109-5 und deren dazu gehörigen Dokumente sowie dazu benötige Abstimmungsprozesse und die Erarbeitung eines technischen Rolloutplans erweitert. Im Arbeitspaket 6 sind weitere Aufwände mit zusätzlichen Arbeiten identifiziert worden, um die Ziele der initialen Leistungsbeschreibung zu erfüllen. Im Rahmen des Prozesses für die Weiterentwicklung der SMGW-Architektur haben sich die folgenden Arbeiten ergeben, die aufgrund der großen Projektdynamik (insb. der Anführung der intendierten Beschleunigung des Rollouts im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung) zuvor nicht berücksichtigt werden konnten: - Die Marktanalyse ist im Rahmen des Roadmap-Prozesses für die Weiterentwicklung der SMGWArchitektur ein wichtiger Bestandteil geworden. Erst durch die Marktanalyse kann die technische Verfügbarkeit der notwendigen Komponenten und Lösungen für die nächsten Ausbaustufen nach Stufenmodell bewertet und den jeweiligen Einbaufallgruppen zugeordnet werden. Für die bereits beauftragte Marktanalyse werden weitere Arbeiten notwendig, da ein umfassender Abstimmungsprozess mit den Partnerbehörden BNetzA, PTB sowie dem BfDI durchgeführt werden muss. Die vollständige Marktanalyse muss auf Basis der Abstimmungsergebnisse überarbeitet werden. - Im Rahmen der Erarbeitung der Vorgaben an die weiteren Systemeinheiten des iMSys in der BSI TR- 03109-5 und der dazugehörigen Detailspezifikation BSI TR-03109-5 DS hat sich gezeigt, dass weitere Arbeiten notwendig sind, um einen alternativen Ansatz für die IT-Sicherheitsprüfung zu bewerten. Neben dem bisher verfolgten Ansatz mit einem einzigen TR-Zertifizierungsverfahren soll nun auch ein weiterer Ansatz bewertet werden, bei dem die Konformität über eine TR-Zertifizierung und die IT-Sicherheit über eine Beschleunigte Sicherheitszertifizierung (BSZ) sichergestellt werden. Für diesen weiteren Ansatz ergeben sich zusätzliche Aufwände bei der Ausgestaltung. Zum einen müssen die notwendigen Kriterien erarbeitet werden, die eine BSZ-Zertifizierung für die neuen Systemeinheiten ermöglichen, zum anderen müssen die Anforderungen an die Konformität aus der TR-03109-5 so überarbeitet werden, dass alle Systemeinheiten mit denselben Sicherheitsvorgaben in die BSZ-Verfahren gehen können. Bei der Erstellung der Vorgaben müssen zudem die Marktvertreter weiterhin eingebunden werden. Dazu sind Abstimmungsprozesse und Workshops notwendig, über die Feedback eingeholt werden kann. Das Feedback muss bei der Überarbeitung der Vorgaben berücksichtigt werden. Für die Mitnahme des Marktes wird ein hoher Aufwand prognostiziert. - Neben den Arbeiten für die Gestaltung der BSI TR-03109-5, muss auch eine Testspezifikation -zur BSI TR-03109-5 (durch einen anderen Auftrag) erstellt werden. Diese Testspezifikation soll die Test- 4 Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik fälle und Prüfanforderungen für eine Konformitätsbewertung der neuen Systemeinheiten nach TR- 03019-1 enthalten und die Grundlage für die Etablierung eines neuen TR-Prüfbereichs im BSI schaffen. Um die Qualität der Testspezifikation zu gewährleisten, sind Unterstützungsarbeiten notwendig. - Parallel zu der Weiterentwicklung der SMGW-Systemarchitekturen durch das BSI sind diverse Forschungsprojekte durch Dritte gestartet worden, aus denen wertvolle Praxiserfahrungen resultieren werden. Um sicherzustellen, dass diese Praxiserfahrungen bei der Weiterentwicklung der SMGWArchitekturen einfließen, sollen die Forschungsprojekte eng begleitet werden. Zudem soll sichergestellt werden, dass die Forschungsprojekte bereits auf Arbeitshypothesen des BSI aufsetzen, damit die gesammelten Erfahrungen für die Arbeiten des BSI relevant werden. Hierzu sind zusätzliche Aufwände notwendig, um entsprechende Austauschtermine mit den Forschungsprojekten gestalten zu können. - Es wurde die Notwendigkeit erkannt, basierend auf dem abgeschlossenen Stufenmodelldokument v2.1 genau zu analysieren, welche Voraussetzungen zur Umsetzung der im Stufenmodelldokument v2.1 beschriebenen Stufe 3 bereits umgesetzt sind und welche Voraussetzungen noch umzusetzen sind. Dabei sind sowohl Voraussetzungen zu betrachten, die im Verantwortungsbereich des BSI liegen als auch solche, die durch andere Behörden oder Markteilnehmer geschaffen werden müssen. Nur durch diese Sicherstellung ist gewährleistet, das es nach Vorliegen der erforderlichen BSI-Standards keine Verzögerungen bei der Umsetzung der Stufe 3 gibt. - Des weiteren entstehen zusätzliche Aufwände, da der Ausschuss Gateway-Standardisierung maßgeblich mit vor- und nachbereitet werden muss. So müssen zwei Sitzungen durchgeführt werden, mit dem Ziel die aktuellen Spezifikationen des BSI durch den Ausschuss zu verabschieden. Hierzu sind die entsprechenden Spezifikationen im Ausschuss vorzustellen und etwaige Stellungnahmen aus der Branche auszuwerten und zu begegnen bzw. notwendige Anpassungen in den Spezifikationen herbeizuführen.

## Häufige Fragen

**Wer hat den Auftrag bekommen?**
Den Zuschlag hat TÜV Informationstechnik GmbH erhalten, Summe 4.935.000 €.

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Automatisch aus den Feldern der Bekanntmachung vom 04.01.2022, ohne KI. Die Branche ordnen wir selbst zu. Stand: 03.11.2026.

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Quelle: Bekanntmachung auf TED – Tenders Electronic Daily (© Europäische Union), https://ted.europa.eu/de/notice/-/detail/003903-2022. Maßgeblich ist die Bekanntmachung. Seite: https://vergabeweiser.de/ausschreibung/weiterentwicklung-der-eich-und-messtechnischen-funktionalitaeten-sowie-5648352018
