# Vergabeverfahren SIMA - Leistungsbereich Mobilfunk zum SVN 2.0 (II)

Zuschlag erteilt

Freistaat Sachsen hat den Auftrag für Telekommunikation im Landkreis Bautzen am 21.01.2024 vergeben, Zuschlag an Vodafone GmbH.

- Auftraggeber: [Freistaat Sachsen, vertreten durch die Sächsische Staatskanzlei, diese vertreten durch den Staatsbetrieb Sächsische Informatik Dienste (SID)](https://vergabeweiser.de/vergabestelle/freistaat-sachsen-vertreten-durch-die-saechsische-staatskanzlei-diese-vertreten-durch-den)
- Was: Telekommunikation: Vergabeverfahren SIMA - Leistungsbereich Mobilfunk zum SVN 2.0 (II)
- Wo: Landkreis Bautzen, Sachsen
- Wer kann anbieten: Jedes Unternehmen, das die Anforderungen der Vergabeunterlagen erfüllt.
- Zuschlag an: Vodafone GmbH
- Zuschlag am: 21.01.2024
- Summe: nicht veröffentlicht
- Angebote: nicht veröffentlicht

## Gewinner

- [Vodafone GmbH](https://vergabeweiser.de/unternehmen/vodafone-gmbh), Düsseldorf

## Leistungsumfang

Der Freistaat Sachsen, vertreten durch den SID, stellt Behörden und öffentlichen Einrichtungen mit dem SVN 2.0 ein zentrales Netzwerk zur Verfügung. Im SVN 2.0 sind die beiden Netze von Land und Kommunen zusammengeführt. Es verbindet etwa 800 Landesbehörden an über 2 500 Standorten miteinander. Zum Leistungsspektrum des SVN 2.0 gehören die Sprach- und Datenkommunikation, die in einem exklusiven Netz mehrere zehntausend Mitarbeiter untereinander und mit ihren Kunden verbindet, ein leistungsfähiger und sicherer Internetübergang, Mobilkommunikation und die Softwarekomponenten für ein modernes E-Government. Von der gegenständlichen Vergabemaßnahme im Leistungsbereich Mobilfunk sind folgende wesentlichen Leistungen umfasst: Für die Vertragsdauer führt der Auftragnehmer die mobile Sprach- und Datenkommunikation des Auftraggebers über sein Mobilfunknetz. Zu den Leistungen des Auftragnehmers gehören des Weiteren die Bereitstellung von SIM-Karten und mobilen Endgeräten. Der Auftragnehmer stellt dem Auftraggeber exklusive Zugangspunkte für die mobile Datenkommunikation zur Verfügung und bindet seine Leistungen an die vorhandene Rechenzentrums- und Dienste-Infrastruktur des Freistaats Sachsen oder dessen Partnerfirmen an. Um die Leistungen aus der vorliegenden Ausschreibung bestellen, verändern oder administrieren zu können, stellt der Auftragnehmer entsprechende Portalfunktionen zur Verfügung. Die Leistungen, die Gegenstand dieses Vergabeverfahrens sind, können grundsätzlich von folgenden Personen und Einrichtungen in Anspruch genommen werden (Bezugsberechtigte): a) dem Freistaat Sachsen, einschließlich seiner Behörden und Einrichtungen sowie der seiner Aufsicht unterliegenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, b) Hochschulen im Freistaat Sachsen, c) sämtlichen Personen und Einrichtungen, auf die das Sächsische E-Government-Gesetz Anwendung findet.

## Angaben laut Bekanntmachung

- Verfahren: nicht angegeben (EU-weit)
- Art des Auftrags: Dienstleistung
- Geschätzter Wert: nicht angegeben
- Nachprüfung: 1. Vergabekammer des Freistaates Sachsen bei der Landesdirektion Sachsen
- CPV-Code: 64212000-5
- CPV-Bezeichnung: Mobiltelefondienste
- Bekanntmachungs-ID: 0b5ada82-551b-458b-a46a-93f95c472ee2

## Verlauf

- 21.01.2024: Vertragsänderung veröffentlicht · Zum Zeitpunkt des Abschlusses des aktuellen Vertrags für SIMA war für den Auftraggeber nicht vorhersehbar, dass es aufgrund der aktuellen technischen Entwicklung deutlich stärker in den Fokus rücken wird, die primären Kernnetzstandorte für die Kopplung der Leistungsbereiche in die eigene Hoheit zu überführen. Die digitale Souveränität gerade der öffentlichen Hand hat in den letzten Jahren eine Bedeutung erlangt, die dieses Thema zum Zeitpunkt Abschlusses des aktuellen Vertrags für SIMA noch nicht hatte. Die öffentliche Hand muss angesichts der stetig steigenden Bedeutung der Nutzung von Daten und Informationstechnik in verstärktem Umfang Möglichkeiten schaffen, diese Daten und Informationstechnik selbstbestimmt zu nutzen und zu gestalten; Abhängigkeiten zu privaten Betreibern und Herstellern müssen reduziert werden. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund der neuen möglichen Netzstrukturen bedingt durch Technologien wie SD-WAN, die im SVN NG genutzt werden sollen. Daher werden die Struktur der Verwaltungsnetze angepasst und somit die Kernnetzstandorte und Rechenzentrumsstandorte internalisiert müssen. Diese nicht vorhersehbare Tendenz zur Internalisierung der Standorte wird eine wesentliche Zielstellung von SVN NG sein. Durch das Projekt zur Schaffung eines neuen Rechenzentrums des SID wurden auch bereits erste Schritte auf dem Weg zur Internalisierung eingeleitet. Die primären Kernnetzstandorte für die Kopplung der Leistungsbereiche werden aber nach aktueller Planung frühestens zum 1.10.2026 zur Verfügung stehen. Frühestens zu diesem Zeitpunkt kann daher die Anschaltung der Dienstleister für Telefonie und Mobilfunk und im Anschluss die Migration der Anschlüsse erfolgen. Eine frühere Bereitstellung der Kernnetzstandorte ist unter Berücksichtigung der erforderlichen konzeptionellen Vorarbeiten, der notwendigen Vergabeverfahren und der Zeit für den Aufbau der neuen Infrastruktur nicht möglich. Die Migration im Bereich SIMA würde vor diesem Hintergrund ohne eine weitere Verlängerung in Zeiträume fallen, in den dies ein hohes technisches Risiko für den Auftraggeber darstellen würde. Eine Migration stellt den aus technischer Sicht risikobehaftetsten Schritt in einem IT-Projekt dar. Um diese Risiken auf ein vertretbares Maß zu minimieren ist es erforderlich, dass die aus technischer und organisatorischer Sicht notwendigen Personen mit ausreichenden Kapazitäten zur Verfügung stehen. Dies wäre bei einer Migration von SIMA ohne eine weitere Verlängerung dieses Vertrags nicht sichergestellt. Die Umsetzung des Gesamtprojekts SVN NG wird mehrere Migrationsvorgänge mit sich bringen. Dies betrifft neben den Leistungen, die Gegenstand dieses Projekt sind, auch die Migration im Bereich der LAN- und WLAN-Komponenten. Diese werden zwar künftig nicht mehr unmittelbarer Bestandteil des SVN NG seien, aber die für das netzwerkverantwortlichen Mitarbeiter bei den Kunden des SID ebenfalls betreffen. Um diese verschiedenen Migrationsvorgänge risikoarm durchzuführen, werden nicht nur beim SID, sondern auch bei dessen Kunden Kapazitäten benötigt. Ohne eine Verlängerung des Vertrags für SIMA würden sich mehrere parallele Migrationsvorgänge überschneiden. Für die Minimierung der Risiken dieser Migrationsvorgänge werden zu einem nicht unerheblichen Teil jeweils dieselben Personen auf Seiten des SID, aber auch Seiten von dessen Kunden benötigt. Dies stellt ein nicht tolerables technisches Risiko dar. Daher ist es erforderlich, die Migrationsvorgänge zeitlich zu entzerren. Dies lässt sich zwangsläufig nur durch eine weitere Verlängerung des Vertrags für den Bereich SIMA und die daraus resultierende zeitliche Verschiebung der in diesem Bereich erforderlichen Migration darstellen. Hinzu kommt, dass sich die Migration im Bereich SIMA durch eine starke Abhängigkeit zu der SIDI-Plattform als technisch sehr komplex darstellt - die Mobilfunkinfrastruktur ist mit dem Leistungsbereich SIDI verbunden. Es wird eine dedizierte Verbindung von für das SVN 2.0 zugelassenen Endgeräten zum SVN 2.0 hergestellt. Die Umsetzung des Gesamtprojekts SVN NG würde ohne die Verlängerung des Vertrages im Bereich SIMA daher zu großen technischen Risiken führen. Dies ist für den Auftraggeber nicht akzeptabel, weil diese Risiken die Funktionsfähigkeit der Staatsverwaltung erheblich gefährden können. Die Zeitplanung für die Realisierung der primären Kernnetzstandorte hat schließlich auch Auswirkungen auf die faktische Möglichkeit des Auftraggebers, eine Neuausschreibung des Leistungsbereichs SIMA auf belastbarer Grundlage zu beginnen. Eine abschließende Aussage, ab welchem Zeitpunkt diese Standorte tatsächlich zur Verfügung stehen und wie die infrastrukturellen Rahmenbedingungen in diesen Standorten sein werden, kann gegenwärtig noch nicht getroffen werden. Sollte sich der Auftraggeber sogar dazu entscheiden, auf eine Internalisierung ganz oder teilweise zu verzichten, müssten diese Standorte erst auf anderem Wege beschafft und realisiert werden. Standort, Betreiber und Infrastruktur der primären Kernnetzstandorte sind aber zentrale Informationen, die für eine Neuausschreibung SIMA benötigt werden. Da diese Informationen noch nicht zur Verfügung stehen, müsste hier mit Annahmen gearbeitet werden. Sollten diese Annahmen in der Realität nicht eintreten, hätte dies höchst wahrscheinlich gravierende Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit eines zuvor bezuschlagten Angebots.

## Häufige Fragen

**Wer hat den Auftrag bekommen?**
Den Zuschlag hat Vodafone GmbH erhalten.

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Automatisch aus den Feldern der Bekanntmachung vom 21.01.2024, ohne KI. Die Branche ordnen wir selbst zu. Stand: 03.11.2026.

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Quelle: Bekanntmachung auf oeffentlichevergabe.de (CC0), https://oeffentlichevergabe.de/ui/de/search/details?noticeId=0b5ada82-551b-458b-a46a-93f95c472ee2. Maßgeblich ist die Bekanntmachung. Seite: https://vergabeweiser.de/ausschreibung/vergabeverfahren-sima-leistungsbereich-mobilfunk-zum-svn-20-ii-0b5ada82
