# Projektsteuerung für den Neubau CEEC Jena II und Anwenderzentrum AWZ CEEC Jena, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Zuschlag erteilt

Friedrich-Schiller-Universität Jena hat den Auftrag für Ingenieur- und Planungsleistungen in Jena am 16.01.2019 vergeben, Zuschlag an Drees & Sommer GmbH Leipzig. Zuschlagssumme nach den Angaben der Bekanntmachung: 576.368,93 €. Eingegangen: 10 Angebote.

- Auftraggeber: [Friedrich-Schiller-Universität Jena](https://vergabeweiser.de/vergabestelle/friedrich-schiller-universitaet-jena)
- Was: Ingenieur- und Planungsleistungen: Projektsteuerung für den Neubau CEEC Jena II und Anwenderzentrum AWZ CEEC Jena, Friedrich-Schiller-Universität Jena
- Wo: Jena, Thüringen
- Wer kann anbieten: Zuerst Teilnahmeantrag, danach geben nur ausgewählte Bewerber ein Angebot ab.
- Laufzeit: 18.12.2018 bis 31.05.2023
- Zuschlag an: Drees & Sommer GmbH Leipzig
- Zuschlag am: 16.01.2019
- Summe: 576.368,93 €
- Angebote: 10

## Gewinner

- [Drees & Sommer GmbH Leipzig](https://vergabeweiser.de/unternehmen/drees-sommer-gmbh-leipzig), Leipzig

## Leistungsumfang

Die Friedrich-Schiller-Universität beabsichtigt die Neuerrichtung von 2 Institutsgebäuden zur Standortentwicklung eines „Campus Chemie“ — Neubau für Center for Energy and Environmental Chemistry Jena (CEEC Jena II), — Neubau für ein Anwendungszentrum (AWZ CEEC Jena) der FSU Jena. Die beiden Neubauten sollen sich dabei mit den Bestandsgebäuden ZAF und CEEC I als Gebäudeensemble ablesen lassen und den künftigen Anforderungen und Ansprüchen der Nutzer (Friedrich-Schiller-Universität) gerecht werden. Für das Vorhaben sind entsprechende Projektsteuerungsleistungen umzusetzen. Gesamtkostenrahmen (KG 200-700): derzeit ca. 41 120 000 EUR brutto.

## Angaben laut Bekanntmachung

- Verfahren: Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb (EU-weit)
- Art des Auftrags: Dienstleistung
- Geschätzter Wert: 640.947,86 €
- Nachprüfung: Vergabekammer beim Thüringer Landesverwaltungsamt
- CPV-Code: 71541000-2
- CPV-Bezeichnung: [Projektmanagement im Bauwesen](https://vergabeweiser.de/cpv/71541000-projektmanagement-im-bauwesen)
- Bekanntmachungs-ID: 305814-2018

## Verlauf

- 14.07.2018: Ausschreibung veröffentlicht
- 26.03.2019: Ergebnis veröffentlicht
- 02.06.2021: Vertragsänderung veröffentlicht · Lean Site Management (LSM): Aufgrund der engen Terminschiene hat die FSU Maßnahmen zur Verkürzung der Bauzeit untersucht. Es empfiehlt sich die Einführung des Lean Site Management (LSM). LCM® umfasst zwei Ansätze, um die Komplexität, denen Projekte ausgesetzt sind, zu managen. Das System hat bei zahlreichen Projekten im Bau und Anlagenbau bereits bewiesen, dass durch eine detaillierte und flexible Planung der Abläufe mit den einzelnen Projektbeteiligten eine deutliche Beschleunigung bei gleichzeitig besserer Qualität erreichbar ist. Das wesentliche Ziel von LCM® ist es, den Gedanken eines „Produktentwicklungsprozesses“ auf den Planungs-/Konstruktions- und Bauablauf zu übertragen. Der häufig enge Terminplan soll abgesichert und die Projekteffizienz im Vergleich zu bisherigen Projekten deutlich erhöht werden. LCM® als Performance Management Werkzeug verfolgt das übergeordnete Ziel, Verschwendungen in jeglicher Projektphase durch klare Zielvorgaben, Standardabläufe, Visualisierung, einem starken Prozessfokus und einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu eliminieren. Die Analyse und Erarbeitung der entsprechenden Potentiale erfolgt gemeinsam mit den Projekt- & Planungsbeteiligten. Es werden Lösungen und Ideen erarbeitet, welche direkt im Wertschöpfungsprozess umgesetzt werden können. Die Lean Berater agieren in diesem Projekt als Analysten, Ideenlieferanten und Moderatoren. Beauftragt wurde das Lean Construction Management in einem zwei Stufensystem: 1. Stufe 1, Einführung Lean Site Management (LSM): Erarbeitung der Gesamtpro-Zessanalyse & der initialen Prozessplanung: Das Lean Site Management (LSM) System wird gemeinsam mit den (Planungs-) Projektbeteiligten aufgesetzt und validiert. Ziel der Einführung ist, zum jetzigen Zeitpunkt einen optimierten Ablaufplan zur Erreichung der wesentlichen Projektmeilensteine abzusichern. Bestandteile der Stufe 1 zu dem sind: − LSM Kick-Off (Ziele, Fahrplan und Erklärung der Lean-Methodik), − Gesamtprozessanalyse der Ausführung (Definition von Ausführungsprämissen, Gleichbereiche, überge-ordnete Abhängigkeiten, frühe Problemerkennung), − Initiale Prozessplanung der Ausführung (Optimierter Terminplan auf Wochenbasis, Definition von Stabilitätskriterien als Frühwarnsystem, Grobtaktung der Gewerke). 2. Stufe 2, Begleitung Lean Site Management (LSM): Detailierung Prozessplanung & Lean-Terminsteuerung: Nach dem Aufsetzen des Systems soll die Methodik nachgehalten und gesichert werden. Zudem wird die initiale Prozessplanung mit den (Planungs-) Projektbeteiligten und den ausführenden Beteiligten abgestimmt und detailliert. Hierbei fließt das „Knowhow“ der ausführenden Gewerke bei der Vertiefung der Prozessplanung mit ein. Das Ergebnis ist ein gemeinschaftliches Arbeitsinstrument für Terminsteuerung, Arbeitsvorbereitung und Projektabwicklung. Begleitung wie folgt: — Monatlicher Prozessplanungs-Jour fixe mit nachfolgenden Inhalten: —— Rollierende Besprechung des Baufortschritts anhand der Prozessplanung, —— Überprüfung der Stabilitätskriterien der nächsten 4-Monate, —— Identifikation von Abweichungen oder Risiken und Festlegung von notwendigen Gegenmaßnahmen.
- 02.06.2021: Vertragsänderung veröffentlicht · Projektspezifischen Kostenverfolgung In der Kostenplanung werden Budgets, d. h. Soll-Vorgaben, für die Kostenüberwachung definiert. Dabei ist es erforderlich, die Kostenelemente von der geometrisch orientierten Kostenplanung in eine ausführungsorientierte Darstellung nach Vergabeeinheiten zu sortieren. Vor jeder Vergabe wird das Budget auf Grundlage der Vergabeinhalte zusammengestellt. Dabei setzt sich das Budget aus den Einzelpositionen der Kostenermittlung zusammen. Der Kostendeckungsnachweis ist hierfür das zentrale Instrument. Der Bauherr bzw. die Projektleitung erhalten dadurch eine klare Entscheidungsgrundlage. Während der gesamten Projektabwicklung muss damit gerechnet werden, dass sich die Kostengrundlagen aufgrund von Einflüssen aller Art verändern. Zu diesem Zweck werden alle Kostenveränderungen mit einem geeigneten Kostenänderungs-Meldeverfahren (z. B. Planänderungstestaten) durch die Projektsteuerung erfasst und überprüft. Im Anschluss an die Vergabe der Leistungen erfolgt die laufende Kostenüberwachung während des Bauprozesses. Dabei werden alle auftragsbezogenen Daten mit dem COOR überwacht. Im Gegensatz zu einer Projektbuchhaltung kommt es darauf an, dass neben den Budgets, Aufträgen und Zahlungen auch Risiken aus dem Bauablauf erfasst und zu einer Kostenprognose zum Abrechnungszeitpunkt verarbeitet werden. Die wesentlichen Funktionen und Leistungsbestandteile sind insofern: − Erfassung der Hauptaufträge mit Konditionen und Bedingungen, − Abbildung von Leistungsänderungen mittels Nachtragsvereinbarungen, − Kostendeckungsbestätigung für Nachträge, − Dokumentation von Risiken und Berücksichtigung in der Auftragsprognose, − Bildung von Rückstellungen, Reserven, − Dokumentation von kostenrelevanten Projektänderungen nach Freigabe durch den Bauherrn und Fortschreibung des Projektbudgets, − Erfassung der Rechnungen, − Hinterlegung von Bürgschaften, − Umfassender Import und Export von Daten, ─ Abgleich mit der Bauherrenbuchhaltung möglich, ─ Import und Weiterbearbeitung von Fremddaten, wie z. B. die budgetbildende Kostenberechnung der Architekten und Fachplaner.
- 04.03.2022: Vertragsänderung veröffentlicht · Der Auftraggeber beauftragte die Projektstufen 1 bis 5 Projektsteuerungsleistungen gem. § 2 AHO – Heft Nr. 9 (2014). Der Auftrag ist unterteilt in die Teilobjekte: — Forschungsneubau des Center for Energy and Enviromental Chemistry Jena (CEEC Jena II), — Neubau eines Anwenderzentrums (AWZ CEEC Jena). Die Beauftragung erfolgte gemäß den Vertragsbedingungen (Anlage Vertragsmuster) stufenweise. Mit Abschluss des Verhandlungsverfahrens wurde vorerst vertraglich die Projektstufen 1 (Projektvorbereitung) und 2 (Planung) beauftragt. Die Planung und Honorarberechnung erfolgt in allen Leistungsstufen getrennt für die beiden Gebäude CEEC Jena II und AWZ CEEC Jena. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung aller Projektstufen besteht nicht. Ebenso besteht kein Rechtsanspruch auf Weiterbeauftragung nach Erbringung erster Leistungsphasen. Die ursprünglich beauftragte Leistung wurde zunächst ergänzt um eine weitere Grundleistung der Projektsteuerung nach AHO-Heft Nr.9 - die projektspezifische Kostenverfolgung. Weiterhin erfolgte die Beauftragung einer zusätzlichen Leistung - dem Lean Site Management Leistungsstufe 1 und 2. Die vorliegende Änderungsmitteilung umfasst die Beauftragung der Erweiterung des Leistungsbildes der Grundleistungen. Im Vergabeverfahren waren die Leistungen für die Projektsteuerung nach Leistungskatalog AHO nicht vollständig abgefragt, da einige Leistungen direkt von der Projektleitung der Universität Jena übernommen werden wollten. Aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen und erschwerten Arbeitsbedingungen verursacht durch die Corona-Pandemie wurde Drees & Sommer gebeten ein Angebot für quasi die kompletten Grund-leistungen nach AHO abzugeben. Im Termin am 16.09.2020 wurde die Kalkulation des Angebotes erläutert und verhandelt. Im Ergebnis dessen wurde auf die kalkulierte Honorarerhöhung aus der Erweiterung des Leistungsbildes in den Projektstufen 3 und 4 ein Nachlass von 10 % für nicht erfor-derliche Leistungen gewährt. Für die Projektstufen 1, 2 und 5 erfolgt lediglich die Anpassung an die anrechenbaren Herstellkosten der NHU-Bau Folgende positive Auswirkungen auf den Gesamt-Bauprozess werden erwartet: 1. Zur Einhaltung des Kostenbudgets wird Drees&Sommer mehr in die Verantwortung genommen durch - Prüfung der Leistungsverzeichnisse auf Einhaltung des Budgets vor Versand - Prüfung der eingegangenen Firmenangebote auf Angemessenheit der Preise und Einsparpotential 2. Umfangreiche Unterstützung beim Nachtrags- und Claim-Management, z.B. Unterstützung bei Abwehr und Beantwortung ungerechtfertigter Nachträge. Bei Beauftragung einschließlich der Projektstufe 5 Projektsteuerungsleistungen der Maßnahme liegt das Auftragsende voraussichtlich im 2. Quartal 2023.
- 04.03.2022: Vertragsänderung veröffentlicht · Der Auftraggeber beauftragte die Projektstufen 1 bis 5 Projektsteuerungsleistungen gem. § 2 AHO – Heft Nr. 9 (2014). Der Auftrag ist unterteilt in die Teilobjekte: — Forschungsneubau des Center for Energy and Enviromental Chemistry Jena (CEEC Jena II), — Neubau eines Anwenderzentrums (AWZ CEEC Jena). Die Beauftragung erfolgte gemäß den Vertragsbedingungen (Anlage Vertragsmuster) stufenweise. Mit Abschluss des Verhandlungsverfahrens wurde vorerst vertraglich die Projektstufen 1 (Projektvorbereitung) und 2 (Planung) beauftragt. Die Planung und Honorarberechnung erfolgt in allen Leistungsstufen getrennt für die beiden Gebäude CEEC Jena II und AWZ CEEC Jena. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung aller Projektstufen besteht nicht. Ebenso besteht kein Rechtsanspruch auf Weiterbeauftragung nach Erbringung erster Leistungsphasen. Die ursprünglich beauftragte Leistung wurde zunächst ergänzt um eine weitere Grundleistung der Projektsteuerung nach AHO-Heft Nr.9 - die projektspezifische Kostenverfolgung. Weiterhin erfolgte die Beauftragung einer zusätzlichen Leistung - dem Lean Site Management Leistungsstufe 1 und 2. Dieses hat das Ziel, Verschwendung zu vermeiden und einen durchgängigen Fluss von Ressourcen, Material und Informationen innerhalb der Planungs- und Bauproduktion durch umfassende Prozessplanung mit allen baufachlich Beteiligten zu gewährleisten. Hierbei handelt es sich um eine Besondere Leistung der Projektsteuerung nach AHO-Heft NR. 9, März 2020, Punkt 5.4. Ziel ist, durch gemeinsame detailliertere Prozessplanung die beschleunigte Umsetzung der Baumaßnahme zu erreichen. Auch wurde eine Erweiterung des Leistungsbildes der Grundleistungen beauftragt. Die vorliegende Änderungsmitteilung umfasst die Beauftragung der Stufe des Lean Site Management, dem Lean Construction Management. Dieses soll die bisher im Planungsteam erarbeitete Baulogistik und - zeitplanung, die Grundlage der Ausschreibung und Auftragsvergabe für die Baufirmen war, auf der Baustelle konkretisieren und weiterführen. Der enge Bauzeitplan, der für die Baumaßnahme aus Grlinden der Bundes-und EFRE-Förderung gegeben ist, kann mit Hilfe dieses Tools gewissenhaft fortgeschrieben werden, da ein täglicher Abgleich der Arbeiten der Baufirmen erfolgt, es wird insbesondere auch eine verbesserte Kommunikation, Vorbeugung von Fehlern urd ein sicheres Krisenmanagement erwartet. Bei Beauftragung einschließlich der Projektstrufe 5 Projektsteuerungsleistungen der Maßnahme liegt das Auftragsende voraussichtlich im 2. Quartal 2023.

## Häufige Fragen

**Wer hat den Auftrag bekommen?**
Den Zuschlag hat Drees & Sommer GmbH Leipzig erhalten, Summe 576.368,93 €.

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- [Verhandlungsverfahren](https://vergabeweiser.de/wissen/verhandlungsverfahren): Wissen: Ablauf und Begriffe

Automatisch aus den Feldern der Bekanntmachung vom 04.03.2022, ohne KI. Die Branche ordnen wir selbst zu. Stand: 05.11.2026.

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Quelle: Bekanntmachung auf TED – Tenders Electronic Daily (© Europäische Union), https://ted.europa.eu/de/notice/-/detail/117512-2022. Maßgeblich ist die Bekanntmachung. Seite: https://vergabeweiser.de/ausschreibung/projektsteuerung-fuer-den-neubau-ceec-jena-ii-und-anwenderzentrum-awz-3058142018
