# Grundinstandsetzung von Schleusen am Finowkanal_Los 4.2 Schleuse Wolfswinkel

Zuschlag erteilt

Zweckverband Region Finowkanal hat den Auftrag für Tiefbau in Eberswalde vergeben (Bekanntmachung vom 22.12.2024), Zuschlag an Streicher Tief- und Ingenieurbau Jena GmbH & Co.KG. Zuschlagssumme nach den Angaben der Bekanntmachung: 14.924.391,62 €. Eingegangen: 10 Angebote.

- Auftraggeber: [Zweckverband Region Finowkanal](https://vergabeweiser.de/vergabestelle/zweckverband-region-finowkanal)
- Was: Tiefbau: Grundinstandsetzung von Schleusen am Finowkanal_Los 4.2 Schleuse Wolfswinkel
- Wo: Eberswalde, Landkreis Barnim, Brandenburg
- Wer kann anbieten: Jedes Unternehmen, das die Anforderungen der Vergabeunterlagen erfüllt.
- Zuschlag an: Streicher Tief- und Ingenieurbau Jena GmbH & Co.KG
- Zuschlag am: 22.12.2024
- Summe: 14.924.391,62 €
- Angebote: 10

## Gewinner

- [Streicher Tief- und Ingenieurbau Jena GmbH & Co.KG](https://vergabeweiser.de/unternehmen/streicher-tief-und-ingenieurbau-jena-gmbh-cokg), Jena- Maua

## Leistungsumfang

Im Laufe der nächsten Jahre sollen alle zwölf historischen Schleusen am Finowkanal durch den Zweckverband Region Finowkanal instandgesetzt werden. Die Grundinstandsetzung ist in zwei Vorhaben aufgeteilt. Das erste Vorhaben (Schleusenpaket 1) beinhaltet die Grundinstandsetzung der Schleusen Ruhlsdorf, Leesenbrück, Grafenbrück, Schöpfurt (nur Modernisierung zur Selbstbedienschleuse und Neubau des Betriebsgebäudes), Heegermühle und Wolfswinkel sowie den Umbau und die Erweiterung der Leitzentrale in Zerpenschleuse. Im zweiten Vorhaben (Schleusenpaket 2) werden die Schleusen Drahthammer, Kupferhammer, Eberswalde, Ragöse, Stecher und Liepe saniert bzw. grundhaft instandgesetzt. Die grundsätzliche Zielsetzung ist der Erhalt der Schleusenbauwerke und damit die dauerhafte Nutzung des Finowkanals für motorisierte und muskelkraftbetriebene Wasserfahrzeuge. Die bauliche Umsetzung des Schleusenpaketes 1 erfolgt anhand drei zeitlich versetzter Ausführungspakete: - Ausführungspaket 1 (AP1): Schleusen Ruhlsdorf, Leesenbrück, Grafenbrück sowie die Erweiterung der Leitzentrale - Ausführungspaket 2 (AP2): Schleusen Heegermühle und Schöpfurt Das Los 4 des Schleusenpakets 1 (Ausführungspaket 2) beinhaltet folgende Lose: I) Los 4.1: Massivbau, Stahlwasserbau und Maschinentechnik der Schleuse Heegermühle (inkl. Wartestellen) und Vorbereitung der Automatisierung Schleuse Schöpfurt II) Los 4.2: Massivbau, Stahlwasserbau und Maschinentechnik der Schleuse Wolfswinkel (inkl. Wartestellen) Gegenstand dieser Ausschreibung ist die bauliche Umsetzung des Ausführungspakets 2 aus dem Schleusenpaket 1 der Schleusen am Finowkanal. Das Los 4.2 für das Ausführungspaket 2 umfasst am Standort Schleuse Wolfswinkel den Rückbau, den Ersatzneubau der Schleusenanlage (ohne Elektrotechnik/Steuerung), den Neubau der Vorhäfen inkl. Warte- und Anlegestellen, den Neubau der Betriebsgebäude und die Umtragewege für muskelkraftbetriebene Boote. Für den Regelbetrieb der neuen Schleusen ist die Selbstbedienung mit Fernüberwachung vorgesehen. Die Überwachung der neuen selbstbedienbaren Schleusen erfolgt über das neu errichtete Betriebsgebäude der Leitzentrale an der Schleuse Zerpenschleuse.

## Angaben laut Bekanntmachung

- Verfahren: Offenes Verfahren (EU-weit)
- Art des Auftrags: Bauleistung
- Geschätzter Wert: nicht angegeben
- Nachprüfung: Vergabekammer des Landes Brandenburg beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Energie
- CPV-Code: 45240000-1
- CPV-Bezeichnung: [Wasserbauarbeiten](https://vergabeweiser.de/cpv/45240000-wasserbauarbeiten)
- Bekanntmachungs-ID: 2a3a6564-6bfe-42f5-90e7-590c7f75c857

## Verlauf

- 06.07.2024: Ausschreibung veröffentlicht
- 09.08.2024: Ausschreibung veröffentlicht · Aufgrund der Bieterfrage Nr. 02 vom 02.08.24 wurden die Besonderen Vertragsbedingungen ergänzt (Vertragsstrafenregelung). Aufgrund der Bieterfrage Nr. 03 vom 02.08.24 wurde der Plan FiK_Wol_P5_06.02.06_Bauphase_16-25_LP.pdf korrigiert (Rev01).
- 14.08.2024: Ausschreibung veröffentlicht · Die Vergabestelle hatte sich mit einer Bieterfrage auseinanderzusetzen. Die Bieterfrage lautete: (Zitat) "Im Rahmen der Angebotsbearbeitung für die oben genannte öffentliche Ausschreibung sind Fragen bezüglich der einzureichenden bzw. nachzuweisenden Referenzen aufgetreten: Unter Ziffer 5.1.9. Eignungskriterien der Auftrags-bekanntmachung werden zum Nachweis der technischen und beruflichen Leistungsfähigkeit, anzugeben im Formblatt 124 - Eigenerklärung zur Eignung, mindestens drei Referenzen vergleichbarer Leistungen der letzten fünf abgeschlossenen Geschäftsjahre mit einem Auftragsvolumen von mindestens vier Mio. EUR gefordert. Als vergleichbare Leistungen werden hier Schiffsschleusen, bewegliche Wehre, Sperrwerke und Wasserkraftanlagen aufgeführt. Sind Schöpfwerke und Hafenanlagen hier ebenfalls als vergleichbare Leistungen zu werten und kann diesbezüglich die Auflistung vergleichbarer Leistungen erweitert werden? Des Weiteren ist das Mindestauftragsvolumen von 4 Mio. EUR hier recht hoch sowie der Referenzzeitraum mit 5 abgeschlossenen Geschäftsjahren (2019 - 2023) sehr eng bemessen. Dies führt nach unserer Auffassung zu einer erheblichen Wettbewerbseinschränkung gegenüber regionalen und mittelständischen Unternehmen. Ist dies hier ausdrücklich gewünscht? Anderenfalls bitten wir um Herabsetzung des Mindestauftragsvolumens auf eine Mio. EUR sowie um Ausweitung des Referenzzeitraums auf die letzten 10 abgeschlossenen Geschäftsjahre für die geforderten Referenzprojekte." (Zitat Ende). Die Auseinandersetzung mit dem Thema hatte folgendes Ergebnis: Die ausgeschriebenen Leistungen betreffen ein sehr komplexes Bauwerk mit sehr hohen Anforderungen in vielerlei Hinsicht, wie zum Beispiel beengte Platzverhältnisse, Denkmalschutz und Bautabuzonen, Grundwasserverhältnisse (artesisch gespanntes Grundwasser), Gewässerschutz, Hochwasserschutz, Immissionsschutz, feingliedriger Massivbau, hohe Qualitätsanforderungen (Betonarbeiten mit Temperaturmessketten, geringe Ausführungstoleranzen für Stahlwasserbau und Maschinentechnik, Einhaltung Maschinenrichtlinie), hoher Koordinierungsaufwand (mit Behörden, zwischen Gewerken, mit dem AN Los 2 etc.). Die vorgenannten Ansprüche fordern ein hohes Maß an Erfahrung, in Teilen ein stark spezialisiertes Fachwissen beim eingesetzten Personal sowie den Einsatz von Spezialbaugerätschaften. Der Auftraggeber muss sicherstellen, dass der Bieter, der den Zuschlag erhält, Bauwerke dieser Größe und Komplexität in der geforderten Qualität und der vorgegebenen Bauzeit ausführen kann. Eine allgemeine Herabsetzung des Mindestauftragsvolumens und Ausweitung des Referenzzeitraums ist leider nicht möglich. Um den regionalen und mittelständischen Unternehmen gleiche Chancen zu gewähren, hat sich die Vergabestelle entschieden, hinsichtlich der Referenzen (Eignungskriterien) die Bereiche "massiver Wasserbau" und "Stahlwasserbau/Maschinentechnik" zu trennen und jeweils separate Anforderungen an die Ausführungszeit und das Auftragsvolumen zu stellen. Bei den Anforderungen zur Ausführungszeit wurde berücksichtigt, dass sich die technischen Regelwerke für massiven Wasserbau nicht so schnell ändern wie für Maschinentechnik. Bei den Anforderungen zum Auftragsvolumen wurde berücksichtigt, dass der Anteil von Leistungen des massiven Wasserbaus bei einem Schleusenbauwerk (ausgeschriebene Leistungen) höher ist als der Anteil von Leistungen des Stahlwasserbaus/ der Maschinentechnik. Weiterhin gab es folgenden Korrekturbedarf: Die Vergabestelle hatte sich entschieden, die Zuschlagskriterien zu veröffentlichen. Die Beschreibung der Zuschlagskriterien und deren Wertung ist sehr umfangreich. Im VMS gibt es keine geeignete Stelle für die Veröffentlichung dieser Beschreibung. Zum Zeitpunkt der Ausschreibung wurde als einzige geeignete Stelle der Abschnitt "Sonstige Eignungsbedingungen" identifiziert. Der Vergabestelle war nicht bekannt, dass in der EU-weiten Bekanntmachung die Reihenfolge der Texte nicht die gleiche ist, wie im VMS. Die Sonstigen Eignungsbedingungen erscheinen in der Bekanntmachung aus unerfindlichen Gründen nicht am Ende, sondern an zweiter Stelle, und zwar nach den Bedingungen für die wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit. Dies ist verwirrend, so dass sich die Vergabestelle entschieden hat, die Beschreibung der Zuschlagskriterien und deren Wertung in den Bereich "Verfahren/Sonstiges" zu verschieben. Der Text wurde dabei nicht geändert.
- 22.12.2024: Ergebnis veröffentlicht

## Häufige Fragen

**Wer hat den Auftrag bekommen?**
Den Zuschlag hat Streicher Tief- und Ingenieurbau Jena GmbH & Co.KG erhalten, Summe 14.924.391,62 €.

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## Von hier aus weiter

- [Öffentliche Ausschreibungen im Landkreis Barnim](https://vergabeweiser.de/region/brandenburg/landkreis-barnim): Offene Ausschreibungen aller Branchen
- [Zweckverband Region Finowkanal](https://vergabeweiser.de/vergabestelle/zweckverband-region-finowkanal): Ausschreibungen und Zuschläge dieser Vergabestelle
- [Offenes Verfahren](https://vergabeweiser.de/wissen/offenes-verfahren): Wissen: Ablauf und Begriffe

Automatisch aus den Feldern der Bekanntmachung vom 22.12.2024, ohne KI. Die Branche ordnen wir selbst zu. Stand: 03.11.2026.

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Quelle: Bekanntmachung auf oeffentlichevergabe.de (CC0), https://oeffentlichevergabe.de/ui/de/search/details?noticeId=0c8d3fa6-7212-4de8-8a22-ad769a772530. Maßgeblich ist die Bekanntmachung. Seite: https://vergabeweiser.de/ausschreibung/grundinstandsetzung-von-schleusen-am-finowkanal-los-42-schleuse-2a3a6564
